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Der Bahnhof in Recklinghausen-Süd.

Tödlicher Unfall

23-jähriger Sprayer von Zug im Bahnhof Recklinghausen-Süd erfasst - Alkohol im Spiel

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Die Kriminalpolizei hat zu dem tödlichen Unfall Samstagnacht am Bahnhof in Recklinghausen-Süd die Ermittlungen aufgenommen und mittlerweile bereits erste Erkenntnisse gewonnen.

UPDATE 15:45 UHR

Laut Polizei gibt es erste Erkenntnisse, wie es zu dem tödlichen Unfall eines 23-jährigen Gelsenkircheners am Bahnhof Recklinghausen-Süd kommen konnte. Auf Nachfrage wurde von der Pressestelle bestätigt, dass das UnfallopferAlkohol getrunken hatte. "Es gibt Hinweise auf eine Alkoholisierung", sagte Ramona Hörst.

Sprayeraktion an einem Signalkasten

Zudem deute einiges darauf hin, dass der Mann während einer Graffito-Spray-Aktion vom Zug erfasst wurde. Spuren wurden wohl an einem sogenannten Signalmeldekasten gefunden. Dieser befindet sich direkt an den Gleisen. Offenbar hörte der Gelsenkirchener den herannahenden Zug nicht und konnte ihm demnach auch nicht ausweichen. Vor Ort wurde der 23-Jährige noch von einem Notarzt versorgt, erlag aber wenig später seinen Verletzungen.

UPDATE 11:35 UHR

Nach dem tödlichen Unfall ermittelt nun die Kriminalpolizei. "Die Kollegen sind vor Ort im Einsatz", sagte Polizeipressesprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage von 24vest.de. Es gebe nach dem Tod des 23-Jährigen ein offizielles Verfahren.

Was wir bisher erfahren haben:

Auf Nachfrage sagte die Polizei, dass der Zugführer den Unfall am Bahnhof in Recklinghausen-Süd gemeldet hatte. Der Regionalexpress war mit fast 150 km/h durch den Bahnhof gefahren (es findet dort kein planmäßiger Halt statt). Wie es genau zu dem Unglück kam, konnte die Polizei nicht sagen.

Graffiti-Spraydosen in der Nähe gefunden 

Es wurden zwar in der Nähe des Toten Graffiti-Spraydosen gefunden. Einen Zusammenhang bestätigte die Leitstelle aber nicht. Ob der 23-Jährige den Zug einfach nicht herankommen sah, hingefallen ist oder anders auf die Gleise fiel, sollen weitere Untersuchungen klären.

Zugführer zog noch die Notbremse

Der Zugführer hatte noch die Notbremse gezogen. Doch auch dadurch konnte das Unglück nicht verhindert werden. Im Zug wurde niemand verletzt.

Laut Bild-Zeitung sollen sich Zeugen gemeldet haben, die angaben, der Verstorbene sei auf dem Rückweg von einer Party gewesen. Vermutlich hatte er Sekunden vor dem tödlichen Aufprall den Signalkasten besprüht. Aber auch das wollte die Polizei nicht bestätigen.

Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern noch an.

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