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Neustart in der Corona-Krise: Die Recklinghäuser Tafel hofft auf gut gefüllte Regale.

Lebensmittelversorgung zu Corona-Zeiten

Die "Tafel" in Recklinghausen öffnet wieder - doch es gibt strenge Auflagen

Gute Nachrichten für alle, die darauf angewiesen sind: Die Recklinghäuser "Tafel" an der Herner Straße 47 geht wieder ans Netz - und zwar ab Mittwoch (25.3.), 12 Uhr, unter Auflagen.

  • Kunden, die Lebensmittel benötigen, müssen sich anmelden
  • Abholung der Ware ist nur nach Terminvereinbarung möglich
  • SkF sucht junge Ehrenamtliche zur Verstärkung des Teams

Notgedrungen musste der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Recklinghausen Mitte März den Tafel-Betrieb einstellen - zu groß war die Sorge um die Ehrenamtlichen. Doch auch bzw. gerade in Zeiten der Corona-Krise sind viele Menschen, die finanziell nicht gut gestellt sind, auf günstige Lebensmittel angewiesen. Der SkF hat darauf reagiert und die Ausgabe der Waren umgestellt.

Kunden in Recklinghausen sollen sich nicht "knubbeln"

Zunächst müssen sich alle Kunden, die dringend Lebensmittel brauchen und eine Berechtigungskarte für die Tafel haben, unter Tel. (02361) 659849 anmelden. Die Hotline ist täglich von 9 bis 14.45 Uhr besetzt. Dort hinterlassen die Anrufer eine Telefonnummer, später erhalten sie einen Rückruf mit einem genauen Termin mit Uhrzeit, wann sie zur Tafel an die Herner Straße 47 kommen können. "Wir wollen so verhindern, dass zu viele Menschen an der Tafel zusammenkommen", erklärt Koordinator Daniel Ruppert. 

Organisatoren hoffen auf hohes Spendenaufkommen 

Die Ausgabe erfolgt montags, mittwochs und freitags - und zwar im Freien. Den Kunden wird die Ware in einer Kiste auf einen Tisch gestellt. Die Kisten werden von Ehrenamtlichen vorgepackt und sind je nach Spendenaufkommen mit frischen und haltbaren Lebensmitteln gefüllt. "Wir appellieren, das Angebot nur in Notlagen zu nutzen, da wir überhaupt noch nicht absehen können, was wir an Spenden bekommen werden, und davon auszugehen ist, dass diese sehr knapp ausfallen können", sagt Daniel Ruppert. 

Bringe-Dienst für Ältere in Recklinghausen geplant

Da viele Ehrenamtliche, die regelmäßig in der Tafel helfen, älter sind oder aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen zur Risikogruppe zählen, bittet der SkF jüngere Menschen mit eigenem Auto um Mithilfe. Sie könnten im Rahmen der Notversorgung für ältere, nicht mobile Menschen einen Bringe-Dienst aufbauen. Nähere Infos unter Tel. (02361) 31302 oder per E-Mail an daniel.ruppert@skf-recklinghausen.de 

Alle Entwicklungen zur Corona-Krise in Recklinghausen lesen Sie in unserem Ticker. Aus der Not heraus hat auch die katholische Kirche in Recklinghausen ein besonderes Angebot entwickelt. Und es gibt Tipps, wenn aufgrund der häuslichen Enge die Nerven blank liegen.

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