Ein Taschendieb aus Serbien steht nun vor Gericht.
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Ein Taschendieb aus Serbien steht nun vor Gericht.

Prozess in Bochum

Taschendieb nach Jahren zufällig an Grenze entdeckt - Gericht fällt Urteil

  • Werner von Braunschweig
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Mehr als acht Jahre nach einer Serie von Taschendiebstählen wird ein Mann (64) aus Serbien am Bochumer Landgericht von seiner Vergangenheit eingeholt.

Update, 24. September, 17.24 Uhr: Rund acht Jahre nach einer Serie von dreisten Trickdiebstählen in Supermärkten ist der vielfach vorbestrafte Handwerker (64) aus Serbien am Donnerstag am Bochumer Landgericht zu einem Jahr und sieben Monaten Haft verurteilt worden.

Erstmeldung, 24. September, 5.30 Uhr: Der polizeilich gesuchte Tatverdächtige ist im Juni zufällig bei einer Corona-Einreisekontrolle an der deutsch-österreichischen Grenze aufgeflogen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der seitdem in U-Haft sitzende Angeklagte zu einer Bande von dreisten Taschendieben und Wohnungseinbrechern gehörte, die von 2012 bis 2013 im Ruhrgebiet ihr Unwesen getrieben hat.

Von „Bunkerwohnung zu Diebstählen ausgeschwärmt

Von einer Art „Bunkerwohnung“ an der Farnstraße soll die Bande nahezu täglich zu Straftaten ausgeschwärmt sein. Spezialisiert waren die Mitglieder auf Taschendiebstähle in oder vor Lebensmittelgeschäften. Sie sollen ihren Opfern die Geldbörse abgeluchst und diese dann blitzschnell an einen Komplizen weitergereicht haben. Danach versuchten sie mit gestohlenen EC-Karte oft, Bargeld an einem Automaten abzuheben.

Drei Taten an Discountern in Recklinghausen verübt

Angeklagt sind insgesamt 14 Taschendiebstähle. Die drei Taten in Recklinghausen sollen allesamt am 16. Februar 2013 verübt worden sein. Tatorte waren Discounter an der Berghäuser Straße, der Dortmunder Straße und der Sachsenstraße. Der Angeklagte gehörte von Anfang an zum Kreis der Verdächtigen, war jedoch jahrelang offenbar in Frankreich untergetaucht.

Wie es im Prozess hieß, hat der heute 64-Jährige dort vor Jahren auch schon eine zwölfjährige Gefängnisstrafe wegen eines Tötungsdeliktes verbüßt. Vor der 10. Strafkammer legte der Angeklagte sofort ein weitreichendes Geständnis ab und hofft nun auf ein schnelles Prozessende.

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