Ise Loos (85), Luisa Voigt (16) und Uta Voigt (51)
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Sie singen gemeinsam in der Chorgemeinschaft Liebfrauen: (v.l.) Ise Loos (85), Luisa Voigt (16) und Uta Voigt (51). Die Maske haben sie nur für unser Foto kurz abgenommen.

Weihnachtsgeschichte

Traditionen trotz Pandemie bewahren: Oma, Tochter und Enkelin singen gemeinsam im Chor

  • Tina Brambrink
    vonTina Brambrink
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Die drei Generationen der Familie Loos/Voigt singen in der Chorgemeinschaft Liebfrauen in Recklinghausen. Wegen der Pandemie wird die Tradition in diesem Jahr aber nur unter dem Weihnachtsbaum zelebriert.

Dieses Weihnachten wollten Luisa Voigt (16), ihre Mutter Uta Voigt (51) und Großmutter Ise Loos (85) erstmals zu dritt beim großen Weihnachtskonzert in der Liebfrauenkirche singen. Alle hatten sich auf den Auftritt gefreut. „Es wäre sooooo schön geworden“, da sind sich Luisa Voigt (16), ihre Mutter Uta Voigt (51) und Großmutter Ise Loos (85) einig. Aber die Corona-Pandemie hat auf die Stumm-Taste gedrückt. Das Konzert in der Kirche fällt aus. Auch die Proben dürfen im Lockdown nicht stattfinden.

Singen wollen die drei Mädels Heiligabend aber trotzdem. Das kleine Konzert unterm Weihnachtsbaum vor der Bescherung darf in diesem Jahr genauso wenig fehlen wie die gemütliche Fondue-Runde danach. „Bei uns zu Hause wurde schon immer viel gesungen, damit sind wir alle groß geworden, ohne würde was fehlen“, erzählt Uta Voigt.

Recklinghäuserin seit mehr als vier Jahren Chor-Mitglied

Wann die Großmutter Ilse Loos Mitglied der Chorgemeinschaft Liebfrauen wurde, kann sie nicht mehr sagen. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Seniorin Woche für Woche dabei. Egal welche Stücke auf dem Notenpult liegen, „am Ende ist man immer stolz, dass man es geschafft hat“, sagt die 85-Jährige.

Später stieß Tochter Uta dazu. Nach ersten Stationen in Kinder- und Jugendchor wechselte sie mit ihrer Freundin zu den Großen und blieb auch, als viele Gleichaltrige sich in die Kinderpause verabschiedeten. „Mein Vater hat damals immer Babysitter gespielt.“ Auch die Freundin, inzwischen Patentante von Tochter Luisa, kommt bis heute jede Woche vor der Chorprobe zum Essen bei den Voigts vorbei. Noch so eine Tradition, die keiner missen möchte. Auch dieses lieb gewonnene Ritual fehlt jetzt in der Corona-Zeit; aber auch hier gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Chor-Probe sausen lassen kommt nicht infrage

Bei Tochter Luisa geht manchmal die Schule vor. „Dann gehe ich nur eine Halbzeit zum Chor.“ Ganz ausfallen lassen, kommt für die 16-Jährige nicht infrage. Einen ausführlicheren Bericht, in dem es unter anderem um die Lieblings-Weihnachtslieder der drei Frauen geht, gibt es im E-Paper.

Ein Traditions-Café schwindet: Das Café Schäper in Suderwich schließt nach 132 Jahren seine Pforten. Das Ehepaar Zweiböhmer blickt zurück.

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