Kaum mehr als eine Handvoll: Heinz Schulz aus Recklinghausen hat wieder einmal Turmfalken auf seinem Dachboden zu Gast.
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Kaum mehr als eine Handvoll: Heinz Schulz aus Recklinghausen hat wieder einmal Turmfalken auf seinem Dachboden zu Gast.

Überraschung am Froschkönigweg

Tierischer Besuch in Recklinghausen: Turmfalken kehren auf Dachboden zurück

18 Jahre lang hat Heinz Schulz aus Recklinghausen vergeblich gehofft, jetzt gibt es wieder tierischen Besuch auf seinem Dachboden. Sechs Piepmätze sind am Froschkönigweg geschlüpft.

  • Vor 25 Jahren zog das erste Falkenpärchen auf dem Dachboden in Recklinghausen ein 
  • Vogeleltern müssen sechs hungrige Schnäbel stopfen 
  • Außerhalb des Nestes drohen den Küken viele Gefahren

Für Heinz Schulz aus Recklinghausen ist es eine kleine Sensation: 25 Jahre nachdem erstmals ein Turmfalkenpärchen auf seinem Dachboden am Froschkönigweg gebrütet hat, gibt es wieder Nachwuchs. Sechs flaumige Küken haben dort das Licht der Welt erblickt. 

Auf das Probewohnen in Recklinghausen folgt der Balzflug

Als 2002 das Dach erneuert werden musste, war es vorbei mit dem tierischen Besuch - bis jetzt. "Wir haben ein Turmfalkenpaar im Frühjahr immer wieder hier herumfliegen sehen", berichtet Heinz Schulz. "Dann waren sie plötzlich wieder weg und ich dachte, das wird doch nichts." Doch Mitte März konnten er und Ehefrau Mathilde das Falkenweibchen durch ein kleines Loch im Nistkasten beim Probewohnen beobachten. Kurz darauf folgte der Balzflug über den Dächern von Recklinghausen.

Nistkasten hängt seit 1995 in Recklinghausen

Ende April lagen die ersten Eier im Nest - und Heinz Schulz ging auf Abstand, um die Vögel nicht zu stören. Den Nistkasten hat er 1995 vom Naturschutzbund bekommen und im Trockenboden aufgehängt. Als Einflugschneise dient ein Belüftungsloch. Von dort aus starten die Falkeneltern jetzt im 30-Minuten-Takt auf der Suche nach Futter, um die sechs hungrigen Schnäbel zu stopfen. Auf dem Speiseplan stehen Mäuse und gelegentlich Insekten. 

Bald schon könnten die Kleinen das Nest verlassen. Heinz Schulz kennt die Gefahren, die außerhalb des Nestes drohen. Zu den natürlichen Feinden der Jungfalken gehören Krähen und Elstern, die sie aus ihrem Revier verjagen wollen. Aber auch menschengemachte Hindernisse wie Windräder machen dem Rentner Sorgen. "Meine Frau und ich sehen dort oft Tiere zerschreddert am Boden liegen", berichtet Schulz. 

Von Elena Deutscher

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