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Äpfel, Kiwi, Bananen, Paprika, Kartoffeln, Salat, Milch, Öl und Kaffee konnte ich unverpackt einkaufen.

Nachhaltig einkaufen ohne Verpackungen

Wie aufwendig ist der unverpackte Großeinkauf? - Ein Selbstversuch

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Ich versuche eine Woche lang möglichst unverpackte Lebensmittel einzukaufen und teste, wie sich das Vorhaben beim Großeinkauf umsetzen lässt.

Ähnlich wie beim Markteinkauf klaubte ich vor meinem geplanten Großeinkauf sämtliche Aufbewahrungsbeutel, Jutebeutel und Stoffnetze zusammen. Dann klapperte ich sämtliche Läden ab, immer auf der Suche nach frischen, unverpackten oder abfüllbaren Lebensmitteln. 

Doch schon bei Kartoffeln, Nudeln und Reis stieß ich an meine Grenzen. Selbst beim Bauern gab es Kartoffeln nur in abgepackten Säcken oder Papiertüten.

Frikadellen und Käse gibt es an der Frischetheke auch unverpackt

Beim Bioladen hatte ich mehr Erfolg: Dort konnte ich die losen Kartoffeln im Stoffbeutel mitnehmen. Unter der Bedingung, dass ich meine Aufbewahrungsbox geöffnet auf die Theke stelle, befüllte sie mir eine Mitarbeiterin an der Frischetheke mit vier Frikadellen, zwei Bockwürstchen und fünf Scheiben Müritzer Käse.

Unverpackte Äpfel gibt es zum Beispiel beim Bauern.

Machbar war es auch beim Kauf von Öl und Kaffee. Beides durfte ich abgefüllt in einem meiner Behälter mitnehmen, allerdings zu einem hohen Preis: Für das Erste-Klasse-Olivenöl zahlte ich das 35-fache des Supermarktpreises. Auch der frische Kaffee war mit 5,55 Euro im Fachhandel um etwa zwei Euro teurer als im Discounter.

An der Milchtankstelle gibt es frische Milch zum Abfüllen.

Selbst auf frische Milch musste ich während meines Selbstversuchs nicht verzichten. An der eingerichteten Milchtankstelle eines Bauern bekam ich einen Liter frische Milch für 80 Cent, nur etwa zehn Cent teurer als im Supermarkt. Nachteil ist allerdings, dass die Milch vor dem Verzehr abgekocht werden muss. Das halte ich im Alltag für ziemlich unpraktisch. 

Unverpackter Großeinkauf braucht Zeit

Mein Fazit: Für diesen Einkauf habe ich insgesamt sieben Läden angesteuert. Das kostete eine Menge Zeit und noch immer fehlten mir Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Soßen und Joghurts. Auch Fastfood und Süßigkeiten wären bei einem Unverpackt-Einkauf nahezu tabu. Es sei man geht wie ich ins Restaurant und genehmigt sich eine leckere und natürlich unverpackte Pizza.

Hier im ersten Teil des Unverpackt-Selbstversuchs können Sie nachlesen, ob es möglich ist, auf dem Wochenmarkt unverpackt einzukaufen.

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