In der Nähe der hier abgebildeten Karlstraße an der Westfalenstraße hat sich der tragische Vorfall ereignet.
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In der Nähe der hier abgebildeten Karlstraße an der Westfalenstraße hat sich der tragische Vorfall ereignet.

Tragischer Vorfall in Hochlarmark

Staatsanwaltschaft entlastet Polizisten nach tödlichem Schuss - mit dieser Begründung

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Das Verfahren um den tödlichen Schuss eines Polizisten im vergangenen Jahr in Hochlarmark ist eingestellt. Doch die Tochter des Opfers lässt nicht locker.

  • Staatsanwaltschaft geht nach tödlichem Schuss von Notwehr aus
  • Mann erliegt nach Vorfall Ende Oktober seinen Verletzungen
  • Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Ein Hilfeersuchen hat am 30. Oktober 2019 in Hochlarmark ein tragisches Ende genommen: Am späten Abend ging ein Anruf im Recklinghäuser Polizeipräsidium ein, in dem jemand um Hilfe bat. Sechs Polizisten machten sich auf den Weg in die Wohnung und trafen dort auf den 45-jährigen René L., der wohl mit einem Messer bewaffnet war, als die Polizei in die Wohnung kam. 

Polizisten steckten Waffe zunächst wieder ins Holster

Laut Oberstaatsanwalt Paul Jansen hätten die Polizisten ihre Waffen gezückt und den Mann aufgefordert, das Messer wegzulegen. Das hätte er zunächst auch gemacht. Die Beamten steckten ihre Schusswaffen wieder ins Holster, ehe René L. wieder zum Messer griff. 

Dann wurde der entscheidende Schuss auf das Bein abgegeben, der ihn angriffsunfähig machen sollte. Der Rest ist bekannt: Die Kugel traf den Oberschenkel und dort die Arterie. Trotz Notoperation erlag René L. im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Staatsanwältin: Polizist handelte in Notwehr

Ende April dieses Jahres sind die Ermittlungen abgeschlossen worden. Nach einem guten Monat der Prüfung ist die zuständige Staatsanwältin zu der Entscheidung gelangt, dass der Polizeibeamte in Notwehr gehandelt hatte.

„Nach Lage der Dinge hat der Beamte gerechtfertigt gehandelt“, erklärt auch Oberstaatsanwalt Paul Jansen, „auch wenn sich das zum Beispiel aus Sicht der Tochter nicht sehr angenehm anhört.“ Sie möchte gegen die gerichtliche Entscheidung Einspruch einlegen. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper.

In Recklinghausen wurde am Donnerstagabend ein 47-jähriger Mann durch einen Schuss getötet. Eine Mordkommission ermittelt.

Ein dreijähriges Mädchen ist am Sonntagabend aus einem Fenster der elterlichen Wohnung an der Herner Straße gestürzt.

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