Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen ist empört.

Gewalt nimmt zu

Vier verletzte Polizeibeamte innerhalb von zehn Stunden im Kreis Recklinghausen

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Die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Zurhausen prangert unhaltbare Zustände an: Gewalt nimmt zu - insgesamt 320 Fälle im vergangenen Jahr.

Die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen ist empört über die Gewalt gegen ihre Einsatzkräfte. Grund sind zwei aktuelle Vorfälle: Am Dienstag, gegen 14:30 Uhr, hielten Polizeibeamte einen 41-jährigen Autofahrer aus Herten, im Rahmen einer Verkehrskontrolle, auf der Salzburger Straße in Recklinghausen an. Als die Fahrtüchtigkeit des Mannes überprüft werden sollte, flüchtete er zu Fuß. 

Autofahrer leistet erheblichen Widerstand

Bei der Flucht schlug er nach den Polizeibeamten (22 Jahre, 29 Jahre) und leistete erheblichen Widerstand. Beide wurden verletzt, sie mussten ärztlich behandelt werden und waren nicht mehr dienstfähig. Nach ersten Erkenntnissen stand der 41-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, außerdem hatte das Auto keine Betriebserlaubnis.

18-Jähriger Marler beleidigt und spuckt

Während eines Einsatzes, heute kurz nach Mitternacht, auf der Sachsenstraße in Marl verhielt sich ein 18-jähriger Marler äußerst aggressiv gegenüber drei Polizeibeamten. Unter anderem beleidigte er sie und spuckte in ihre Richtung. Als der junge Mann in Gewahrsam genommen werden sollte, wehrte er sich stark. Ein 28-jähriger Marler versuchte ihn zu befreien. Zwei Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Zahlen gehen im Kreis RE nach oben 

"Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Es ist für mich ein unhaltbarer Zustand, dass die Menschen, deren Aufgabe und Berufung es ist, anderen zu helfen, bei ihrer täglichen Arbeit verletzt werden", erklärt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen zur den Vorfällen. In beiden Fällen wurde gegen die Tatverdächtigen Strafanzeige erstattet.

Eine Zahl, die erschreckt: Insgesamt kam es im Kreis Recklinghausen und Bottrop im Jahr 2018 zu 320 Widerständen und tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen.

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