Die grünen Fahrkarten-Automaten der Transdev lösen künftig die alten Modelle der Deutschen Bahn in den Bahnhöfen und an Haltepunkten ab.
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Die grünen Fahrkarten-Automaten der Transdev lösen künftig die alten Modelle der Deutschen Bahn in den Bahnhöfen und an Haltepunkten ab.

Umstellung beim Ticketverkauf

VRR-Kunden mit DB-Abo droht ein Verwarngeld

  • Thomas Bartel
    vonThomas Bartel
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Transdev übernimmt den Vertrieb der VRR-Tickets an Bahnhöfen und Haltepunkten – Fahrscheine müssen umgetauscht werden. Ein Überleitungsvertrag existiert nicht.

Grün statt rot – das ist die neue Signalfarbe für die Fahrscheinautomaten im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR): Ab dem 15. Dezember dieses Jahres übernimmt die Transdev Vertrieb GmbH den Verkauf von Nahverkehrstickets an den Bahnhöfen und Haltepunkten im VRR. Für Kunden, die ihr Abo-Ticket bisher bei der Deutschen Bahn (DB) gekauft haben, bringt die Umstellung allerdings Probleme mit sich – sie müssen umgehend aktiv werden, sonst droht ihnen im Zug ein Verwarngeld als Schwarzfahrer.

DB-Kunden müssen neues Abo beantragen - etwa bei der Vestischen

Auf Nachfrage in der VRR-Zentrale bestätigt Pressesprecher Dino Niemann: „Ja, die Abo-Fahrscheine der DB sind ab sofort nicht mehr gültig.“ Niemann betont aber auch, dass die Kunden Schritt für Schritt angeschrieben und informiert werden. Dies sei beim YoungTicketPlus und beim BärenTicket (also für Auszubildende und Senioren) bereits geschehen, nun folgen die Ticket1000- und Ticket 2000-Inhaber. Kunden mit DB-Ticket müssen ihre Fahrkarten nun am DB-Schalter abgeben und beim zuständigen Nahverkehrsunternehmen ein neues Abo beantragen. Im Kreis RE sind dafür die Kundencenter der Vestischen zuständig.

Und warum hat der VRR die Abo-Kunden nicht direkt an den neuen Anbieter Transdev weitergegeben? „Das durften wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht“, erklärt der VRR-Sprecher. 

Stammkunden wird vor den Kopf gestoßen

Jörg Jedfeld, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Recklinghäuser Kreistag, findet die Vorgehensweise des VRR alles andere als kundenfreundlich: „Mit diesem bürokratischen Verfahren wird doch den treuesten Nahverkehrskunden vor den Kopf gestoßen“, findet er. „So kann die Verkehrswende nicht gelingen.“ Der VRR hätte einen Überleitungsvertrag mit der Deutschen Bahn aushandeln müssen, meint der CDU-Politiker aus Haltern. Auch für die teuren Einzeltickets bis zur Gültigkeit des neuen Abo sollte der VRR eine kulante Lösung finden.

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