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Freie Fahrt: Seit Donnerstag, 16. April, rollt der Verkehr über die Ludwig-Erhard-Allee in Recklinghausen.

Bauabnahme nach Pannen

Nach Freigabe der Ludwig-Erhard-Allee stellt Ratsmitglied weiteren Mangel fest

Die Ludwig-Erhard-Allee in Recklinghausen ist seit vergangener Woche für den Verkehr freigegeben. Trotzdem scheint eine wesentliche Sache zu fehlen.

  • Verantwortliche der Stadt geben nach Bauabnahme grünes Licht
  • Bombenfunde und Pfusch hatten für Verzögerungen gesorgt  
  • Straße soll Verkehr auf dem Wallring entlasten

Update, 23. April: Die Ludwig-Erhard-Allee ist in der vergangenen Woche nach monatelanger Sperrung endlich für den Verkehr freigegeben worden. Eine wesentliche Sache ist bei der Planung allerdings völlig außen vor gelassen worden, wie Volker Schäper, Ratsmitglied für die Grünen, feststellte.

Bereits am Eröffnungstag hatte er sein Unverständnis darüber geäußert, dass offenbar nicht über eine Begrünung der Straße nachgedacht worden war:

Wertvolle Zeit sei in Recklinghausen verschwendet worden

„Natürlich ist die Ludwig-Erhard-Allee als Entlastungsstraße für den Oerweg zu begrüßen, aber völlig inakzeptabel ist, dass weit und breit kein Baum und Strauch zu sehen ist. Wo ist die Bepflanzung, das Straßenbegleitgrün? Dies hätte – völlig unabhängig von der verspäteten Öffnung – schon längst gepflanzt werden müssen. Scheinbar ist hier wertvolle Zeit nicht genutzt worden.“

Die Stadt weist den Vorwurf zurück und erklärt, dass die Begrünung der Straße natürlich in Planung sei. Der zuständige Ausschuss fasse, wie in solchen Fällen üblich, einen Beschluss. Derzeit sei allerdings noch nicht klar, was dort genau gepflanzt werden soll und wie das finanziert wird, so eine Rathaussprecherin.

Bepflanzung ergebe vor Sommer keinen Sinn

Generell ergebe die Bepflanzung mit Blick auf den herannahenden Sommer keinen Sinn, deswegen sei es auch noch unklar, wann die Ludwig-Erhard-Allee ihrem Namen alle Ehre machen wird.

Erstmeldung, 16. April: Die ersten Autofahrer und Radler ließen sich nicht lange bitten: Am Donnerstag, 16. April, wurde um kurz vor 15 Uhr das letzte Teilstück der Ludwig-Erhard-Allee in Recklinghausen freigegeben, prompt rollte der Verkehr über die neue Osttangente. Zuvor hatte eine Kommission um Axel Fritz, Abteilungsleiter Straße, grünes Licht gegeben - Bauabnahme bestanden.

Die Freigabe der Straße hatte sich immer wieder verzögert. Zunächst hatten Blindgänger-Funde in der Nähe des Hauptbahnhofes die Arbeiten zum Erliegen gebracht, dann gab es zuletzt Pfusch seitens der ausführenden Baufirma.

Mit dem jetzt freigegeben, gut 500 Meter langen Teilstück der Ludwig-Erhard-Allee ist der Lückenschluss perfekt. Die Straße verbindet den Oerweg mit der Dortmunder Straße und soll insbesondere den Verkehr auf dem Wallring entlasten.

Neuerdings gilt Tempo 30 auf einem Abschnitt des Wallrings. Ein anderes Großprojekt in Sachen Straßenbau ist der Ausbau der A43: Die neuen Lärmschutzwände sind bereits beschmiert.

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