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Anregende Gespräche am „REspekt-Tisch“ (v.l.): Belen Ruiz, Christina Althaus, Ann-Kristin Plahutnik, (v.r.) Petra Siegmann-Sauer und Frank Lumpe lassen es sich schmecken.

REspekt-Tisch am Elper Weg

Toleranz geht durch den Magen

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Wer gemeinsam tafelt, der grenzt nicht aus und spaltet nicht. Der unterhält sich, knüpft neue Kontakte. Zum Beispiel am REspekt-Tisch. Die längste Tafel der Stadt stand am Sonntag auf dem Elper Weg.

„Für ein Miteinander, gegen Ausgrenzung und soziale Spaltung.“ So steht es auf den kleinen Aufklebern, die die Frau in Warnweste kurz hinter der Straßensperre auf dem Elper Weg verteilt. Bis zu den in einer mehr als 100 Meter langen Reihe aufgestellten Bierzeltgarnituren sind es noch ein paar Schritte durch die Hitze. Das große Schmausen hat bereits begonnen.

Gasthaus, Lebenshilfe und die Westviertel-Initiative haben an diesem Sonntag zu Tisch gebeten. Mehr als 350 Menschen sind der Einladung gefolgt. Sie haben Speisen im Gepäck, die sie mit fremden Leuten teilen werden. Das ist die Idee hinter dem REspekt-Tisch. Für Christina Althaus und Frank Lumpe findet der sechste „REspekt-Tisch“ im Wortsinne vor der Haustür statt. Sie sitzen direkt vor dem Haus mit der Nummer 86, in dem sie auch wohnen. Ann-Christin Plahutnik wohnt auch dort. Allerdings erst seit einem halben Jahr. „Für mich“, sagt sie, „ist das hier eine tolle Gelegenheit, die Nachbarn kennenzulernen.“

Kalte Dusche sorgt für Abkühlung

Manch einer kühlt den Kopf am Sonntagnachmittag unter einem Sonnenschirm. Immerhin zieht eine leichte Brise durch die Straße mit ihren gutbürgerlichen Fassaden. Vor einem mit Efeu bewachsenen Haus haben Nachbarn angesichts von Temperaturen über 30 Grad eine Gartendusche aufgestellt. Kinder haben die Berieselungsanlage schnell für sich entdeckt.

Den Soundtrack zum großen Schmausen liefern an diesem Sonntagnachmittag Tobias Schönert und Phileas Kuhlmann. Die beiden 13-Jährigen haben spontan ihre Gitarren mitgebracht. Auch das Saxofon-Quartett „Re4Klang“ stößt dazu, baut seine Notenständer vor der neuen Diakonie-Zentrale auf und verleiht dem Nachmittag eine jazzige Note. Der perfekte Begleiter für Walnuss-Tsatsiki, Melonenscheiben und Co.

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