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Die Polizei hat den Hut auf: In Recklinghausen ist die Zahl der Straftaten 2019 zurückgegangen.

Kriminalitätsstatistik der Polizei

Recklinghausen ist sicher wie lange nicht: Zahl der Straftaten auf Zehn-Jahres-Tiefststand 

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Die Polizei hat ihre Kriminalitätsstatistik für 2019 veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Zahl der Straftaten in Recklinghausen ist auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gesunken.

  • Polizei verzeichnet 2019 in Recklinghausen 9808 Straftaten
  • Gesamtaufklärungsquote liegt bei etwas mehr als 56 Prozent
  • Weniger Einbrüche, dafür mehr Fälle von Betrug

Das subjektive Sicherheitsgefühl jedes Einzelnen entspricht nicht immer statistischen Werten. Für die Polizei jedoch ist klar: 2019 gab es in Recklinghausen 9808 (angezeigte) Straftaten - ein Zehn-Jahres-Tiefststand. Kriminaldirektor Jürgen Häusler, kommissarischer Leiter der Direktion Kriminalität bei der Polizei in Recklinghausen, sieht Gründe für den Rückgang. "Eine deutliche Rolle spielt mit Sicherheit die Präsenz, die wir zeigen. In Recklinghausen gilt das nicht nur für den ZOB, sondern beispielsweise auch für den Neumarkt." 

Straßenkriminalität geht in Recklinghausen zurück

Erst vor Kurzem hatten Polizei und Stadt erklärt, dass ihr "Präsenzkonzept" am Busbahnhof erfolgreich sei. Gleichwohl sorgen Meldungen über Angriffe wie eine Messerstecherei im Bahnhofsumfeld immer wieder für Verunsicherung bei den Bürgern. "Wir können nicht wegdiskutieren, dass in der Bevölkerung eine Angst vor Kriminalität herrscht", sagt Jürgen Häusler. "Zumal inzwischen jeder einzelne Raubüberfall am ZOB medial aufbereitet wird." Allerdings: Die Statistik weist für das 2019 insgesamt 2124 Fälle von Straßenkriminalität aus – ein Rückgang um 13,13 Prozent gegenüber 2018 (2445 Fälle). 

Haben sich Einbrecher neue Betätigungsfelder gesucht?

Die Zahl der Wohnungseinbrüche (167/minus 24,43 Prozent) ging ebenso zurück wie die Fälle von Raub (67/minus 34,41) oder gefährlicher bzw. schwerer Körperverletzung (259/minus 20,55 Prozent). Ein Plus gab es hingegen bei betrügerischen Machenschaften, etwa durch falsche Polizisten oder den "Enkeltrick". "Es ist nicht auszuschließen, dass sich Täter, die früher als Einbrecher unterwegs waren, neue Betätigungsfelder gesucht haben", sagt Kriminaldirektor Häusler. 

In gut der Hälfte der Fälle in Recklinghausen bleibt es beim Versuch

Das Minus bei den Einbruchszahlen führt der Kriminaldirektor auch auf die Polizeikampagne „Riegel vor“ zurück, die darauf abzielt, dass die Bürger ihre Fenster und Türen besser vor Einbrechern schützen. So sei fast jeder zweite Einbruch 2019 im Versuchsstadium stecken geblieben. Die Gesamtaufklärungsquote für alle Straftaten lag auch 2019 bei etwas mehr als 56 Prozent. 

Als "Freund und Helfer" hat sich die Recklinghäuser Polizei unlängst gegenüber einem werdenden Vater erwiesen.

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