Wurde nur zweieinhalb Jahre alt: Girgentana-Ziegenbock "Titus" ist tot.
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Wurde nur zweieinhalb Jahre alt: Girgentana-Ziegenbock "Titus" ist tot.

Todesfall im Stadtgarten

Ziegenbock "Titus" im Tierpark gestorben - es gibt einen bösen Verdacht

  • Kathrin Grochowski
    vonKathrin Grochowski
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Traurige Nachricht aus dem Tierpark im Recklinghäuser Stadtgarten: Girgentana-Ziegenbock "Titus" ist tot. Hinsichtlich der Todesursache gibt es einen schlimmen Verdacht.

Nach ersten Erkenntnissen ist der junge Bock gestorben, weil er etwas Falsches gefressen hat - Futter, das ihm womöglich von Besuchern in guter Absicht vorgeworfen worden ist, das bei dem Tier aber Schaden angerichtet hat. Das tote Tier war am Donnerstag entdeckt worden. Nach einer Untersuchung des Mageninhalts ist klar: Fremdkörper wie etwa Plastikteile wurden nicht gefunden, daher deutet alles auf falsches Futter hin. 

Tierpark-Leiter erinnert Bürger an Fütterungsverbot

Tierpark-Leiter Stefan Klinger: "Wir möchten noch einmal an alle Bürger appellieren, das Fütterungsverbot zu respektieren." Die Besucher hätten jederzeit die Möglichkeit, die Fütterungen im Tierpark zu beobachten und Fragen an die Mitarbeiter zu richten.

"Titus" sollte Zucht in Recklinghausen begründen

"Titus" wurde nur zweieinhalb Jahre alt, zwei davon lebte er im Tierpark Recklinghausen. Üblicherweise können Ziegenböcke bis zu 15 Jahre alt werden. "Titus" gehörte zu der seltenen Rasse der Girgentana-Ziegen. Der Tierpark hatte es sich als Mitglied der Gesellschaft für internationale Nutztierrassen-Vielfalt in Deutschland (GENUVI) zur Aufgabe gemacht, diese zu erhalten und fortzuführen. "Titus" sollte in den nächsten Jahren als rassetypisches Zuchttier herangezogen werden.

2018 gab es einen ähnlichen Todesfall in Recklinghausen

Im Juli 2018 hatte es einen ganz ähnlichen Todesfall im Tierpark Recklinghausen gegeben: Jakobschaf "Shirly" war gestorben, weil es  offenbar von Besuchern mit mitgebrachtem Getreide gefüttert hatten. Das Tier starb an akutem Herzkreislaufversagen. Tierpfleger und der rasch herbeigerufene Tierarzt taten alles, um "Shirly" zu retten, doch jede Hilfe kam zu spät. Es stellte sich heraus, dass das Jakobschaf mit einer größeren Menge Getreidekörnern gefüttert worden sein muss. Diese Körner stehen allerdings nicht auf der Futterliste des Tierparks. Bei Wiederkäuern wie Jakobschafen können schon kleinste Mengen an kohlenhydratreichem Futter wie Brot oder Plätzchen im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Ein Hubschrauber-Einsatz der Polizei hat in der Nacht einige Menschen aufgeschreckt. Im Hertener Schlosspark sorgen derzeit andere Tiere für Aufsehen. Der Brand im Affenhaus des Zoos in Krefeld beschäftigt noch immer viele Menschen.

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