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am 12.04.2018 . Foto: Thomas Nowaczyk pressetermin baumpflanzung niederstrasse, stadt sorgt fuer mehr gruen

Neue Bäume

Stadt investiert 255.000 Euro in Pflanzungen

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RECKLINGHAUSEN - Mehr als 100 neue Bäume pflanzt die Stadt derzeit in Recklinghausen. Das lässt sich die Verwaltung 255.00 Euro kosten. Bürgermeister Christoph Tesche will die Bürger künftig besser über die Gründe für Fällungen informieren.

„Wir sind uns natürlich voll und ganz der Bedeutung der Bäume für ein funktionierendes Stadtklima bewusst. In den vergangenen Jahren haben wir stets mehr Bäume neu gepflanzt, als gefällt werden mussten“, erklärte Tesche. Und der Technische Beigeordnete Norbert Höving präsentierte dazu gleich die passenden Zahlen aus dem Baumkataster der Stadt. Waren dort 2017 noch 29.002 Bäume verzeichnet, sind es aktuell 30.937. Und weitere kommen in den nächsten Wochen hinzu.

Tesche räumte ein, dass in der Vergangenheit an der ein oder anderen Stelle zu wenig darüber nachgedacht worden sei, wie man einen Baum erhalten kann. „Doch aus solchen Fehlern lernt man. Nicht umsonst haben wir ja auch eine Baumschutzkoordinatorin eingestellt.“ Zum neuen Kurs gehöre auch, die Bürger offensiver über die Gründe für Fällungen und die Nachpflanzungen zu informieren.

23 neue Bäume an der Niederstraße

Allein an der sanierten und neu gestalteten Niederstraße in Röllinghausen werden in diesen Tagen 23 neue Exemplare in die dafür vorgesehenen Baumscheiben gepflanzt. „Dem Straßenumbau sind ganze acht zum Opfer gefallen“, betonte bei einem Ortstermin Axel Fritz, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Ingenieurwesen und für alles zuständig, was mit Straßen in der Stadt zu tun hat. Außerdem werden im Rahmen von Neubaumaßnehmen insgesamt 21 Bäume am Spanenkamp, am neuen Schlaufenkreisel vor dem Hittorf-Gymnasium, dem Börster Weg und dem neuen Park & Ride-Platz an der Ludwig-Erhard-Allee platziert.

Darüber hinaus werden 51 Bäume ersetzt, die dem Sturm Ela zum Opfer gefallen sind. Diese Standorte liegen an folgenden Straßen: Baltrumstraße, Farnstraße, Heidestraße, Lageoogstrßae, Ortlohstraße und Ovelgönnestraße. An der Herner Strßae und im Hummeltenbrink werden Straßenbäume nachgepflanzt, die als Ersatz für Alleebaum-Fällungen anerkannt sind. Die Kosten für alle Pflanzungen summieren sich auf 255.000 Euro.

Zukunftsfähige Arten

Mehr als noch vor Jahrzehnten üblich, wird darauf geachtet, Bäume zu pflanzen, die auch zukunftsfähig sind. An der Niederstraße ist die Wahl auf Wolläpfel (lat. Malus tschonoskii) gefallen. „Dieser Baum ist sehr widerstandsfähig, frostresistent und wirklich für diesen Standort bestens geeignet“, versprach Landschaftsarchitekt Oliver Danne vom Büro Freese aus Dorsten. Er wies daraufhin, dass sich die Anforderungen an einen Straßenbaum in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert hätten. Die Bäume seien durch größere Hitze, stärkere Sonneneinstrahlung und auch durch Streusalz viel stärker gestresst. Nicht selten komme es auch zu Anfahrschäden durch Autos. Dem wird schon seit einiger Zeit vorgebeugt, in dem die Bäume durch das Aufstellen von Metallbügeln geschützt werden.

Leitbahnen sollen Straßenschäden verhindern

Durch rund um den Baum eingebrachte 60 Zentimeter hohe Leitbahnen aus PVC, wird verhindert, dass die Wurzeln in die Breite gehen und das Straßenpflaster anheben. Der Baumstamm wird in Schilfrohrmatten eingepackt. „Das verhindert, dass bei starker Sonneneinstrahlung die Rinde aufreißt und der Baum langfristig Schaden nimmt“, erläuterte Danne. Ein sogenannter Gießring, der den Stamm umschließt, erleichtert das Wässern der Baumscheiben.

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