Das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen.
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Heimstätte des traditionsreichen Theaterfestivals: das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen.

Initiative sucht Unterstützer

Ruhrfestspiele in Recklinghausen sollen Weltkulturerbe werden

  • vonJoachim Schmidt
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Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen sollen Weltkulturerbe werden. Dafür setzt sich ein Aktionsbündnis ein. Die Mitglieder wollen, dass das Theaterfestival nicht in Vergessenheit gerät.

Fünf Vertreter des Aktionsbündnisses um Jochen Welt, früher Bürgermeister in Recklinghausen, übergaben dem Intendanten der Ruhrfestspiele, Olaf Kröck, und Bürgermeister Christoph Tesche 25 liebevoll zusammengestellte Broschüren mit 15 Thesen. Aus ihnen soll hervorgehen, warum die Ruhrfestspiele es wert sind, gehegt, gepflegt und erinnert zu werden.

„Unsere Initiative kommt aus dem Herzen“, sagte Jochen Welt. „Die Ruhrfestspiele gründen auf einer Idee, die von Generation zu Generation weitergegeben werden sollte.“ Damit meint Welt nicht nur, aber doch besonders den Gründungsmythos der Festspiele: den Tausch von Kunst gegen Kohle, den Gedanken der Solidarität, wie er auch am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, begangenen wird und in der Folge die Ausrichtung der Festspiele auf ein breites, nicht elitäres Publikum.

Olaf Kröck nahm gleich 17 Broschüren mit – für seinen Aufsichtsrat. Denn nicht etwa die Stadt, nur die Ruhrfestspiele GmbH selbst kann einen Antrag auf Aufnahme in die Welt-Kulturerbe-Liste stellen. Tesche bekam acht Broschüren: eine für jede Ratsfraktion und die Vertreterin der Satirepartei „Die Partei“. Wichtig ist Kröck, wie auch den Initiatoren der Aktion, dass es um „die Idee der Ruhrfestspiele“, nicht etwa ums Ruhrfestspielhaus gehe. „Und die Idee“, so Kröck, „finde ich total gut“. Aber welche Konsequenzen eine Aufnahme in die Unesco-Kultur-Liste hat, ob sie etwa die künftige künstlerische Arbeit der Festspiele beeinflussen könne, weiß noch niemand.

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