Schwere Gewitter drohen in den kommenden Tagen.
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Schwere Gewitter drohen in den kommenden Tagen.

Hitzewelle zieht Gewitter nach sich

Schwere Unwetter drohen in Recklinghausen - so können sich Anwohner schützen

  • Kathrin Grochowski
    vonKathrin Grochowski
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Die vergangenen Tage blieb Recklinghausen verschont. Doch angesichts der andauernden Hitzewelle besteht weiter das Risiko schwerer Unwetter.

  • Wetterdienst kündigt Unwetter an
  • Starkregengefahrenkarte zeigt, wo es zu Überflutungen kommen kann
  • Tipps für Bewohner beim Gewitter

Unwetter begleitet von Blitz, Donner und Starkregen – all das droht Recklinghausen in den kommenden Tagen, darin sind sich die Meteorologen einig. Wobei die Gewitter lokal sehr unterschiedlich ausfallen können. Während es am Sonntag in Suderwich „nur“ kräftig schüttete, war ein paar Kilometer weiter östlich in Datteln vielerorts „Land unter“. Im Minutentakt wurde die Feuerwehr alarmiert.

Dass die Wetterereignisse seit einigen Jahren markanter ausfallen, beobachtet Franz-Josef Knoblauch vom städtischen Fachbereich Ingenieurwesen mit Sorge. Er ist als Abteilungsleiter für die Stadtentwässerung gewissermaßen der „Herr über das städtische Kanalnetz“. „Früher sind die Unwetter häufiger über die Stadt hinweggefegt, dann war nach zehn, 20 Minuten alles vorbei. Heute kommt es öfter vor, dass sich diese Zellen länger halten – und das kann dann zum Problem werden.“

Starkregengefahrenkarte zeigt Gefahren in Recklinghausen an

Bereits vor fünf Jahren hat die Stadt zusammen mit der Emschergenossenschaft eine Starkregengefahrenkarte erstellen lassen und berechnet, wo in Recklinghausen Niederschläge für Überflutungen und Sturzbäche sorgen können. Jeder Bürger kann die Karte einsehen und auf das eigene Grundstück heranzoomen und so potenzielle Gefahren erkennen. „Ganz wichtig sind Rückstausicherungen im Haus“, sagt Knoblauch. Wer kann, sollte Kellerlichtschächte und -treppen höherlegen und Geräte wie Waschmaschine und Trockner auf Podeste stellen. „Dann wird’s im Schadensfall nicht ganz so teuer“, so Knoblauch.

Tipps bei Gewitter

Am sichersten ist man bei einem Gewitter in festen Gebäuden oder im Auto. Wer im Freien von einem Gewitter überrascht wird, sollte sich niemals direkt unter einen Baum stellen. Denn Blitze schlagen immer in die höchsten Objekte in der Umgebung ein. Daher sollte man sich auch von Türmen, Strommasten, Laternen und Ampeln fernhalten.

Auf freiem Feld sucht man sich am besten eine Mulde oder geht in die Knie bzw. in die Hocke, um dem Blitz möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Schützen Sie den Kopf mit den Händen. Legen Sie sich aber auf keinen Fall hin, das macht die Angriffsfläche wieder größer. Selbst die Spitze eines Regenschirms kann eine Gefahr darstellen. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in unserem E-Paper.

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