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Kein Durchkommen: Im Wäldchen an der Mollbeck versperren noch immer Bäume die Wege.

Mollbeck

Stadt will Naherholungsgebiet aufwerten

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RECKLINGHAUSEN - Naherholungsgebiet rund um die Mollbeck-Teiche ist in die Jahre gekommen. Die Lokalpolitik ist sich einig, dass das Gebiet nach mehr als 40 Jahren eine Auffrischung nötig hat. Doch das wird einiges kosten.

Im Ausschuss für Gebäudewirtschaft, Grünflächen und Umwelt ging es nun um das Thema mit dem sperrigen Titel „Freiraumrahmenplan Entwicklungskonzept Mollbeck“. Allein 90 000 Euro sind veranschlagt, damit externe Fachleute solch ein Konzept erarbeiten und darstellen, wie das Gebiet gestaltet werden könnte. Die Verwaltung sieht sich dazu nicht in der Lage. „Wenn das ein Mitarbeiter von uns machen soll, müssen wir den ein Jahr lang aus allen weiteren Aufgaben rausziehen“, sagte der technische Beigeordnete Norbert Höving.

Im Auftrag der Verwaltung hat bereits für 2 000 Euro ein Landschaftsarchitekt den Bereich von Rodelberg bis hinter die Teiche unter die Lupe genommen und eine Bestandsaufnahme gemacht. Sein Fazit: Die Mischung aus Wald und Wasser, kleinen Höhen und Tälern, Feldern und Alleen biete „ein Wechselbad an Raumerlebnissen. (…) Insgesamt bleibt der Eindruck, etwas Besonderes gesehen oder erlebt zu haben, aber alles ist in die Jahre gekommen“. Als Beispiele führt der Landschaftsarchitekt unter anderem auf: verwahrloste Wege, fehlenden Uferschutz an den Teichen oder eine Treppe, die ins Nichts führt. Das alles aufzuwerten, zu ordnen und ansprechender zu gestalten, koste einen siebenstelligen Betrag.

CDU, Grüne und FDP hatten bereits vor zwei Jahren ihren Ratsantrag gestellt. Nachdem das Naturfreundehaus abgebrannt war, wollten sie nicht nur dieses Grundstück, sondern gleich „das gesamte Areal des Natur- und Freizeitraumes Mollbeck“ überplanen, und zwar „behutsam und nachhaltig“. Die SPD legte im Januar mit einem eigenen Antrag nach. Mittlerweile wird eine neue Gastronomie an der Stelle gebaut, an der einst das Naturfreundehaus stand. Das Lokal soll im September eröffnen.

Um Schwung in die Sache zu bringen, soll der Rat bereits im Juni außerplanmäßig das Geld für die externen Planer bewilligen. Ob dafür die zuerst kalkulierten 90 000 Euro ausreichen, ist offen. Auf Wunsch von Grünen, CDU und SPD soll nämlich das gesamte Gebiet inklusive der Felder, Alleen und kleinen Wege untersucht werden. Auch die jetzigen Nutzer – vor allem Spaziergänger mit und ohne Hund, Radler und Jogger – sollen beteiligt werden.

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