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Der Kiebitz fühlt sich augenscheinlich in Speckhorn wohl - und das soll auch so bleiben.

Speckhorn

Hundebesitzer sollen Kiebitze schützen

RECKLINGHAUSEN - Landwirt Heinz Feugmann sowie Stefan Wanske und Alfons Pennekamp vom Naturschutzbund wollen auf einem Kartoffelacker entlang der Gersdorffstraße in Speckhorn Schilder aufstellen, die Hundebesitzer aufrufen, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Hintergrund ist der Schutz der Kiebitze.

Ornithologe Alfons Pennekamp kartierte in Recklinghausen das Vorkommen der Kiebitze, als er von Feugmann angesprochen wurde. Der kennt die Situation der Vogelart auf seinen Feldern und wies Pennekamp darauf hin, dass freilaufende Hunde den Kiebitzen nachstellen. Sofort schmiedeten beide mit Unterstützung von Wanske den Plan, durch Schilder auf diesen unhaltbaren Zustand hinzuweisen. Die Aufschrift „Werde Kiebitzschützer – leine Deinen Hund an“ richtet den Appell an die Hundebesitzer.

„Kiebitze stehen in Deutschland auf der Roten Liste unter ,stark gefährdet‘“, erklärt Alfons Pennekamp. Und auf dem Feld an der Gersdorffstraße könnten bis zu fünf Kiebitzpaare brüten. „Der Vogel hat bereits durch intensive Landwirtschaft seine Biotope verloren“, fährt der Ornithologe fort. Landwirt Heinz Feugmann lobt die Kooperation, hat aber auch Ängste: „Sobald von bedrohten Vögeln die Rede ist, werden Biotope sehr schnell unter Naturschutz gestellt. Wir als Landwirte werden dann für unser Engagement bestraft und können unsere Felder nicht mehr vernünftig bewirtschaften.“ Für Feugmann und Pennekamp muss ein solches Feld nicht unter Naturschutz gestellt werden. Es gibt durchaus Möglichkeiten, beiden Seiten gerecht zu werden. „Wir könnten für einen kurzen Zeitraum Kiebitze einsammeln und diese danach wieder freilassen“, erklärt Pennekamp. „Der Bauer kann seinen Beruf weiter ausüben, und der Kiebitz überlebt.“

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