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Ausbau der A43, Erneuerung der Brück vom Wetserholter Weg über die A43. Foto: J. Gutzeit

Westerholter Weg

A 43-Brücke wird zum Nadelöhr

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RECKLINGHAUSEN - Die Brücke über den A 43-Zubringer kurz vor der Stadtgrenze zu Herten muss saniert werden. Der Westerholter Weg wird dort deshalb ab Montag zum Nadelöhr. Der Verkehr kann bis voraussichtlich Ende Oktober nur einspurig fließen.

Gut drei Monate müssen Autofahrer an dieser Stelle Wartezeiten einkalkulieren, wie Straßen.NRW mitteilt. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Und sie ersetzt auch die fest installierte Ampel an der Kreuzung Bockholter Straße, die währen der Sanierung ausgeschaltet wird.

Die Niederlassung des Landesbetriebs in Hamm hatte bei einer Routinekontrolle der 1983 erbauten Brücke festgestellt, dass die Fahrbahn löchrig geworden ist. Von außergewöhnlichem Verschleiß will der zuständige Projektleiter Achim Schickentanz nicht sprechen. „Über 30 Jahre haben wir an der Brücke nichts gemacht. Irgendwann bilden sich aber durch Witterung und Tausalze Risse“, erklärt Schickentanz. Wasser fließt unter die Fahrbahnplatte und kann bis zum Betonfundament vordringen. Der verbaute Stahl droht zu rosten. Gefahr ist in Verzug, und daher dichtet Straßen.NRW die 101 Meter lange Brücke über den Zubringer sowie die Auf- und Abfahrt zur A 43 neu ab. Die alte Fahrbahn wird abgefräst und neu aufgetragen. Gleiches gilt für den ebenfalls in Mitleidenschaft geratenen Fußweg. „Fußgänger können die Baustelle aber immer auf einem separaten Gehweg passieren“, verspricht der Projektleiter. Da die Brückenränder ebenfalls erneuert werden müssen, werden auch gleich Leitplanken und Geländer ausgetauscht. Die Instandsetzung schlägt mit 870 000 Euro zu Buche. Die gesamten Kosten trägt der Bund, was dem Laien auf dem ersten Blick unverständlich einscheinen mag. Schließlich ist der Westerholter Weg eine Kreisstraße, und das Bauwerk überquert den Zubringer (L 511), der wiederum dem Land NRW gehört. Die Brücke führt zudem auch über die Auffahrten zur Bundesautobahn A 43. Gleich drei staatliche Institutionen könnten sich also über die Abrechnung „streiten“. Maßgeblich ist jedoch die Auffahrt zur Bundesautobahn. Schickentanz: „Ohne die Auffahrten zur Autobahn würde es die Brücke nicht geben. Die Autobahn gehört dem Bund. Daher zahlt der Bund auch alles.“

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