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Recklinghausen Suderwich, Brandheide, geplantes Gelände für die Landesgartenschau auf Recklinghäuser Gebiet. Luftbild: J. Gutzeit

Brandheide

Weichen für Erlebnis-Park werden gestellt

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RECKLINGHAUSEN - Hinter der Brandheide in Suderwich wird ein Natur- und Wasser-Erlebnis-Park entstehen. Und dieser wird auch noch ein wesentlicher Bestandteil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr im Jahr 2027 sein. Die lokale Politik stellt dafür nun die entscheidenden Weichen.

Als die Stadt Kamp-Lintfort Ende 2015 den Zuschlag für die Landesgartenschau erhielt, war die Enttäuschung auch in Recklinghausen groß. Zusammen mit Herne, Castrop-Rauxel und Herten hatte man sich unter der Federführung der Emschergenossenschaft für die Ausrichtung im Jahr 2020 beworben, doch offensichtlich war das „Emscherland 2020“-Konzept nicht überzeugend genug.

Der Park wird 24 Hektar groß

Doch das Projekt soll nun trotzdem umgesetzt werden. Der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park hinter der Brandheide soll aus einer bislang kaum beachteten Ecke der Stadt eine echte Attraktion machen. Dafür werden in diesen Tagen entscheidende Weichen gestellt. So wird der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt am kommenden Montag mit großer Wahrscheinlichkeit den Flächennutzungsplan in diesem Bereich ändern und landwirtschaftliche Flächen zu Grünflächen umwidmen. Und obendrein wird ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht, um die dort nötigen Arbeiten zu ermöglichen.

Der Natur- und Wasser-Erlebnispark wird sich auf einer Fläche von 24 Hektar fast ausschließlich auf Recklinghäuser Gebiet ausbreiten. Das Areal ist im Besitz der Emschergenossenschaft. Gleich nebenan auf der anderen Flussseite schließen sich die „Emscher-Terrassen“ auf Castrop-Rauxeler Gebiet an. Räumlich werden die beiden Projekte zusammen mit dem „Informationsstützpunkt Emscher“ eine Einheit bilden.

Fördermittel machen es möglich

Die Finanzierung wird im Wesentlichen mit Fördermitteln gestemmt. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung hat ein Programm mit dem Titel „Grüne Infrastruktur NRW“ aufgelegt, aus dem die Gelder fließen werden. Die Teilnahme an der IGA 2027 gibt es allerdings für Recklinghausen nicht ganz kostenlos: 560.000 Euro müssen aufgebracht werden, zahlbar in zehn Jahresetappen.

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