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Veranstaltung Gebete der Religionen findet 2018 in der Kuba-Moschee statt, 150218

Gebete der Religionen

Christen, Juden und Muslime treffen sich in Suderwich

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RECKLINGHAUSEN - Juden, Christen und Muslime bitten bei den „Gebeten der Religionen“ in der Suderwicher Kuba-Moschee am Sonntag, 25. Februar, um Frieden und Verständigung. Die Gastgeber der DITIB-Gemeinde empfangen die Gäste an der Cheruskerstraße 27 unter dem Leitwort "Gemeinsam in der Einen Welt".

„Das gemeinsame Gebet dient dazu, Verständnis und gegenseitige Toleranz zu fördern. Alle Recklinghäuser, egal welcher Religion sie angehören, sind herzlich eingeladen“, sagt Vehbi Aciksöz, Vorbeter der Gemeinde an der Cheruskerstraße. Zu Beginn finden Lesungen und Gesänge aus jüdischer, christlicher und islamischer Tradition statt. Danach wird ein Film über den islamischen Mystiker Mevlana (1207 - 1273) gezeigt. „Gerade von den Mystikern der verschiedenen Religionen geht ein starker Impuls für Frieden und Verständigung aus“, sagt Pfarrer Bernhard Lübbering.

Im Anschluss an den Kurzfilm gibt es jüdische, christliche und islamische Gebete und zum Abschluss das gemeinsame Gebet der Vereinten Nationen „Wir bringen Frieden für alle“, das abwechselnd in hebräischer, türkischer und deutscher Sprache vorgetragen wird. Den musikalischen Rahmen bestreitet ein Chor, den die Vorbeter von fünf islamischen Gemeinden bilden. Sie tragen „Ilahi“-Lieder vor. Im Anschluss können die Gäste bei Tee, Kaffee und Gebäck miteinander ins Gespräch kommen.

Idee stammt von Papst Johannes Paul II.

1986 hatte Papst Johannes Paul II. die Führer aller Religionen zur Begegnung und zum Gebet nach Assisi geladen. Das gab den Anstoß, auch in Recklinghausen Juden, Muslime und Christen zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Gustav-Adolf-Kirche einzuladen.

Seit dem Jahr 2000 findet jährlich auf Initiative der christlich-islamischen Arbeitsgemeinschaft der interreligiöse Gottesdienst „Gebete der Religionen“ statt. Und zwar wechselweise in christlichen Kirchen und islamischen Moscheen. Die Initiatoren der „Gebete der Religionen“, bei denen jede Religionsgemeinschaft in ihrer Tradition und Sprache aus der Heiligen Schrift liest und gemäß ihrer Tradition betet, wollen nicht die bestehenden Unterschiede verwischen, sondern im gegenseitigen Respekt zur Kenntnis nehmen. Und natürlich würden sie sich darüber freuen, wenn möglichst viele Recklinghäuser den Weg in die Kuba-Moschee in Suderwich finden.

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