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Vier Meter breite Schneise: Die Baustraße erstreckt sich durch die Felder nördlich von Suderwich.

Hochfeld

Baustraße entsteht für neues Windrad

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RECKLINGHAUSEN - Östlich von Essel entsteht ein neues Windrad. An der Straße "Hochfeld" wird dafür eine Baustraße errichtet. Ein Jäger befürchtet einen gravierenden Eingriff in die Natur.

Alle bisherigen Arbeiten am Bauplatz, der sich bekanntlich ein paar Meter jenseits der Stadtgrenze auf Oer-Erkenschwicker Gebiet befindet, konnten noch per Anfahrt über die dortige Lindenstraße erledigt werden: So wurde bereits das Fundament für die 180 Meter hohe und fünf Millionen Euro teure Windenergieanlage gegossen, die Kabeltrasse wurde gelegt, und auch die Übergabestation steht schon bereit. Doch die wirklich großen Teile – also der Turm und die Rotorblätter – können nur von Süden, also von Recklinghausen aus, angeliefert werden. Von der Autobahnausfahrt Henrichenburg werden sie über den Dattelner Süden bis zum Hochfeld gebracht. Und von dort sollen sie dann über einen eigens angelegten Weg zum Bauplatz transportiert werden. Und genau diese Baustraße wird in diesen Tagen errichtet – mit schwerem Gerät.

Johannes Dörlemann freute sich als Sprecher der Windkraft-Investoren bei der Rückkehr aus seinem Afrika-Urlaub über die Fortschritte, die bereits gemacht wurden. Er erklärt, was dort gerade geschieht: „Auf einer Breite von drei Metern wird der Weg ausgeschottert. Zusätzlich werden auf der gesamten Länge noch ein Meter breite Stahlplatten verlegt, da insgesamt vier Meter für die Anlieferung gebraucht gebracht werden.“

Die Stahlplatten werden im Anschluss wieder verschwinden, der geschotterte Weg soll bleiben. So zumindest will es auch die Stadt, die diesen Weg künftig für Radfahrer und Wanderer als zusätzliche Nord-Süd-Verbindung genutzt sehen will. Aber: Wie bereits berichtet, sind manche Dinge nicht so einfach zu erledigen, wie man – von außen betrachtet – meint. Was bedeutet: In genehmigungsrechtlicher Hinsicht hakt es da derzeit noch. Gleiches gilt im Übrigen für den Plan, entlang des Weges Bäume zu pflanzen. Das mag unter ästhetischen Gesichtspunkten allemal ein Gewinn sein, aber dennoch darf man das nicht so einfach machen.

Und geringfügiger Widerstand hat sich auch schon formiert: Ein Jäger beklagte sich bei dieser Zeitung darüber, dass künftige Wanderer und deren Hunde das Wild verscheuchen würden.

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