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Der Schein trügt. Auch die Bäume in der Brandheide leiden unter der anhaltenden Trockenheit.

Extreme Dürre in der Brandheide

Bäume drohen zu verdursten - ist der Klimawandel schuld?

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Es ist nicht zu übersehen: Die Bäume in der Brandheide in Suderwich haben Durst. Das dichte grüne Dach lichtet sich zunehmend. Der Stadtwald ist in Gefahr.

Probleme machen vor allem die Pappeln. Die Wurzeln der Bäume erreichen kaum das Grundwasser, das sich in der Brandheide zwischen 70 und 120 Zentimeter unterhalb des Waldbodens befindet. Anders bei den Buchen: „Diese sind in der Brandheide im Schnitt zwischen 50 und 60 Jahre alt und kommen mit der Trockenheit noch gut zurecht“, sagt Regionalförster Dirk Middelmann. Wie lange diese Art Trockenperioden überstehen könne, sei allerdings noch nicht erforscht.

Miniermotten und Borkenkäfer sind aktiv

Doch nicht allein die Dürre macht dem Wald zu schaffen. Die sogenannte Lärchen-Miniermotte hat die Japanische Lärche befallen. Rund 15 Hektar sind bedroht. „Als die Lärche im April ausgetrieben ist, hat der Schädling sie befallen und oben kahl gefressen. Dann kam noch die Trockenheit hinzu. Ich vermute, dass auch einige von ihnen absterben werden“, so Middelmann. Obendrein ist der Borkenkäfer in der Brandheide aktiv. „Vermutlich aufgrund von akuter Wohnungsnot befallen die Schädlinge nun auch einige Lärchen. Bisher sind sie vor allem an die Fichten gegangen.“ 

Mediterrane Bäume sind keine Lösung

Der Experte sieht den Klimawandel als Ursache, hat aber auch Lösungsvorschläge: „Es gibt mehrere Möglichkeiten: Es würde zum Beispiel helfen, viele verschiedene Baumarten einzubringen und den Wald zu verjüngen.“ Die Idee, mehr ausländische trockenresistentere Baumarten aus dem mediterranen Raum zu pflanzen, hält der Förster für unsinnig. „In unserer Gegend sind die Arten dann oftmals mit Gegnern konfrontiert, die sie zu Hause nicht haben.“ Zum Beispiel die Amerikanische Roteiche, die anfällig für einen Pilz namens Zimtscheibe ist.

Im Stadtgebiet mussten bereits acht Bäume wegen Dürre gefällt werden. Da die KSR mir dem Gießen nicht hinterherkommen, bittet die Stadt die Bürger um Wasserspenden.

Jetzt müssen wegen der Trockenheit auch in Oer-Erkenschwick einige Bäume gefällt werden.

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