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Schadstoffwerte sind an einigen Stellen überschritten.

Bodenproben am Becklemer Weg

Erhöhte Schadstoffwerte gemessen - das sind die Folgen für das geplante Wohnquartier

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Am Becklemer Weg soll in zwei Jahren ein neues Wohnquartier entstehen. Doch nun wurden erhöhte Schadstoffwerte im Boden gefunden.

Auf dem Gelände des heutigen Netto-Marktes am Becklemer Weg soll in zwei Jahren ein neues Wohnquartier entstehen. Geplant sind 59 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 5400 Quadratmetern. Bauherr ist die Wohnungsgesellschaft (WG) Recklinghausen. Die Stadt-Tochter investiert nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro in das Projekt. 

Eine Anwohnerin war fassungslos, als sie von dem Bauvorhaben erfuhr: „Meiner Meinung nach ist dieses Grundstück verseucht“, sagte die Suderwicherin. Sie berichtete, dass auf dem Gelände bis Ende 1984 giftiges Abwasser der Kesselwagenreinigungsfirma Braack ungehindert vom Bahndamm aus ins Erdreich geflossen ist. 

Anwohnerin deckte damals den Skandal auf

Die Anwohnerin war vor etwa 35 Jahren Mitbegründerin einer Nachbarschaftsinitiative und hat den Umweltskandal aufgedeckt. Daraufhin legte der damalige Stadtdirektor Peter Borggraefe die Reinigungsfirma still.

Experten der Kreisverwaltung nahmen anschließend das Brunnenwasser der Anwohner unter die Lupe und entdecken unter anderem Tricholoräthylen, das als krebserregend gilt.

Grünen forderte eine erneute Bodenprobe

Auch heute noch fürchtet die Anwohnerin, dass das Gelände verseucht ist. Sie holte sich Unterstützung von den Grünen, die fortan genauer wissen wollten, was sich am Becklemer Weg im Boden befindet. „Die Anwohner haben Bedenken. Die gilt es auszuräumen“, betonte Fraktionsvorsitzender Holger Freitag.

Also wurden neue Proben genommen und tatsächlich: An drei Stellen auf dem zukünftigen Wohnbaugebiet am Becklemer Weg wurde ein erhöhter Schadstoffgehalt nachgewiesen. Die Grenzwerte für Arsen und Chrom sind überschritten.

Von Arsen befallener Erdboden wird entfernt

„Das wurde aber nur punktuell, nicht flächendeckend festgestellt“, betont Rathaussprecherin Anna Knopp auf Anfrage der Grünen. Im Bereich der späteren Gärten soll nun der Oberboden entfernt und mit Mutterboden aufgefüllt werden. „Nach Aussage des Gutachters ist eine Wohnnutzung mit dieser einfachen Sicherungsmaßnahme möglich“, erklärt Anna Knopp. Weitere Bodenuntersuchungen sollen allerdings folgen.

Auch in Datteln soll neuer Wohnraum entstehen. Die Stadt plant ein großes Bauprojekt am Meckinghover Weg. Für ein weitere Wohnprojekt am Neuen Weg in Datteln wurden zuletzt sechs alte Eichen gefällt.

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