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Nächtlicher Einsatz: Die Feuerwehr musste am späten Donnerstagabend erneut zur Ehlingstraße ausrücken.

Feuerwehr rückt zur Ehlingstraße aus

Zwei Brände innerhalb weniger Stunden im gleichen Haus - jetzt steht die Ursache fest

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Zweimal innerhalb weniger Stunden musste die Feuerwehr zum gleichen Haus nach Suderwich ausrücken. Inzwischen haben die Brandexperten der Kripo die Ursache ermittelt.

Update, 17.20 Uhr:

Wie Polizeisprecher Andreas Lesch mitteilt, habe höchstwahrscheinlich ein technischer Defekt an einer Tiefkühltruhe im Keller den ersten Brand an der Ehlingstraße am Donnerstagnachmittag ausgelöst. "Das zweite Feuer am Abend war dann eine sogenannte Brandfolgeerscheinung", so der Polizeisprecher. 

Schadenshöhe im sechsstelligen Euro-Bereich

Konkret habe es sich um hartnäckige Glutnester in den Kabel- und Versorgungsschächten, die in dem alten Zechenhaus hinter Leichtbauwänden verborgen sind, gehandelt. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Kripo-Brandexperten liege die Höhe des Sachschadens "bestimmt im sechsstelligen Bereich". So gibt es nicht nur Schäden durch Feuer und Löschwasser, zudem musste die Feuerwehr die Schächte im Mauerwerk gewaltsam freilegen.

Erstberichterstattung:

Erst brannte es im Keller, dann brach im Erdgeschoss Feuer aus: Die Feuerwehr musste gleich zweimal zum Löschen zum gleichen Haus nach Suderwich ausrücken.

Die gute Nachricht: Obwohl eine Person mit einer Drehleiter aus dem ersten Stock gerettet werden musste, wurde kein Hausbewohner verletzt. Ein Feuerwehrangehöriger litt zwischenzeitlich unter gesundheitlichen Problemen, musste aber nicht behandelt werden. Das Haus gilt mittlerweile als nicht mehr bewohnbar, die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt.

Aus dem Keller dringt dichter Qualm

Noch ist die Ursache für die Brände völlig unklar, die Kripo ist eingeschaltet. Zunächst war die Feuerwehr am Donnerstag (8. August) gegen 14.15 Uhr zur Ehlingstraße gerufen worden. Aus dem Keller drang dichter Qualm, zudem konnten die Einsatzkräfte Flammen lodern sehen. Das Treppenhaus sowie die Wohnungen im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss und unterm Dach seien ebenfalls verraucht gewesen, berichtet Feuerwehr-Sprecher Christian Schell.

Feuer bricht im Badezimmer aus

Das Feuer war schnell gelöscht, der Einsatz wurde um 16.30 Uhr für beendet erklärt. Doch nur sechs Stunden später wurde die Feuerwehr erneut zu dem alten Zechenhaus gerufen. Die Bewohner hatten sich selbst ins Freie retten können. Diesmal wurde ein Badezimmer im Erdgeschoss als Brandherd ausgemacht. 

Wärmebrücken und Glutnester dehnen sich aus

Offenbar hatten sich im Mauerwerk und in den Versorgungs- und Kabelschächten Wärmebrücken gebildet und Glutnester entwickelt. "Man konnte von außen sehen, dass die Hitze von unten nach oben hochgezogen war", so Feuerwehr-Sprecher Schell. "Das ist die Gefahr bei alten Häusern, in denen die Versorgungsleitungen vom Keller bis unters Dach verlaufen. Heutzutage ist solch eine Bauweise gar nicht mehr erlaubt."

Einsatz dauert bis 5 Uhr morgens

Um das Feuer endgültig zu löschen, mussten die Einsatzkräfte die Leitungsschächte im Mauerwerk auf allen Etagen aufstemmen und ablöschen. Erst gegen 5 Uhr am Freitagmorgen rückten die Feuerwehrleute ab. 

Betrüger haben sich am Freitag in Recklinghausen als Polizisten ausgegeben und einen älteren Mann bestohlen. Die Polizei warnt vor dieser Masche.

In jüngster Zeit hat die Feuerwehr Recklinghausen vermehrt mit Flächenbränden zu kämpfen. Und erst Anfang August hatte es einen weiteren Kellerbrand in Suderwich gegeben.

Nach einem Angriff auf einen 16-Jährigen in Marl verhaftet die Polizei den Täter. Bei der Festnahme machen die Beamten eine Entdeckung.

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