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Das Gelände am Wasserkreuz ist jetzt schon ein Naherholungsgebiet

Wasserkreuz

Ein schöner Tag an der Emscher

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RECKLINGHAUSEN - Radler und Spaziergänger haben sich das Gelände entlang der renaturierten Emscher bereits angeeignet. Doch am Rande der Brandheide soll ein großer Wasser- und Erlebnispark entstehen. Beim Familientag am Wasserkreuz konnten Besucher sich über das Projekt informieren und eigene Ideen einbringen.

„Wunderschön“, „gutes Lebensgefühl“, „Erholungsraum“ – noch vor wenigen Jahren hätte kein Mensch diese Beschreibung mit der Emscher in Verbindung gebracht. Jetzt findet Anwohner Christoph Driller solch freundliche Worte für die frühere Kloake, die für fünf Milliarden Euro renaturiert wird. „Aber ich hoffe, dass es weitergeht“, sagt der Landwirt und blickt über das weitläufige Gelände am Wasserkreuz auf der Grenze von Brandheide und Henrichenburg. Um seine Anregungen loszuwerden, ist er mit seinen Lieben zum Familien-Erlebnis-Tag gekommen. Das Fest hatten Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr sowie die beteiligten Städte ausgerichtet, um den Leuten das Projekt „Emscherland 2020“ vorzustellen und weitere Ideen zu sammeln. „Hier sollen Wasserbüffel grasen und Wein wachsen“, blickt Dr. Ulrich Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, in seiner Begrüßung die Zukunft. Denn auf 50 Hektar, die je zur Hälfte auf Recklinghäuser und Castroper Gebiet liegen, soll ein Park entstehen, in dem die Besucher Natur und Wasser erleben können. Einen Vorgeschmack gab’s beim Familientag. Wer mochte, konnte bei geführten Spaziergängen auf Schmetterlings- und Kräutersuche gehen oder sich die Geschichte des Projekts erzählen lassen. Drei Generationen der Familie Kwass aus Röllinghausen schauen am Stand der „Biologischen Station östliches Ruhrgebiet“ neugierig in ein kleines Aquarium. Antonia Hammer erklärt ihnen, welche Tiere in der renaturierten Emscher leben. Stichlinge, Wasserläufer und der dicke Schwimmkäfer faszinieren Enkel Ben besonders. „Das ist hier jetzt schon richtig schön geworden“, sagt Opa Jogi Kwass. „Super zum Radfahren oder man macht sonntags mal einen Spaziergang.“ Papa Ben fände einen Spielplatz toll: „Dann toben die Kinder und die Eltern entspannen.“ Friedhelm Steckel freut sich besonders darauf, dass nun auch das letzte Stück Suderwicher Bachs aus deinem Betonbett befreit wird. „Es ist hervorragend, was hier passiert“, meint er. Christoph Driller sitzt mit seinen Kindern im Zelt, in dem gleich Jugendliche einer Schreibwerkstatt aus ihren Texten vorlesen. Die fantasievollen Romane rund ums Thema Wasser lieferten die Vision für den geplanten Erlebnispark im Emschertal. „Es ist wichtig, dass die Kinder und die Jugendlichen hier die Natur kennenlernen“, sagt er. Seine Frau Claudia Geilmann-Peveling ist skeptisch: „Wahrscheinlich fehlt am Ende dann das Geld.“ Doch die neun Millionen für das Projekt sollen dank gesichert sein, so der Recklinghäuser Dezernent Norbert Höving: „Das haben wir nach langem Ringen durchgesetzt.“

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