Eine moderne Alarmsirene.
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So oder so ähnlich werden sie aussehen: die modernen Alarmsirenen, von denen es bis 2021 mindestens 35 Exemplare in Recklinghausen geben soll.

Bundesweiter Warntag

Überall schrillen am 10. September die Alarmsirenen - außer in Recklinghausen

  • Kathrin Grochowski
    vonKathrin Grochowski
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In ganz Deutschland werden am Donnerstag, 10. September, die Sirenen schrillen. Erstmals seit der Wiedervereinigung gibt es einen bundesweiten Warntag, mit dem die Bevölkerung sensibilisiert und aufgeklärt werden soll. Recklinghausen ist außen vor.

  • Aufbau des digitalen Sirennetzes in Recklinghausen zieht sich hin
  • Nicht immer eignen sich öffentliche Gebäude als Standorte
  • Erste neue Sirene soll auf den Schlauchturm der Feuerwehr kommen

Bereits vor zwei Jahren hat die Politik in Recklinghausen den Aufbau eines digitalen Sirennetzes für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz beschlossen. Seit fast einem Jahr gibt es eine Liste, wo im Stadtgebiet 35 Sirenen installiert werden sollen. Haushaltsmittel in Höhe von rund 375.000 Euro stehen bereit. Doch beim „Warntag 2020“ bleibt es in Recklinghausen weitgehend still.

Stadtverwaltung in Recklinghausen wartet auf Materiallieferung

„Es konnten noch nicht alle Standorte begangen werden“, sagt Hermann Böckmann, Sprecher der Stadtverwaltung in Recklinghausen. Inzwischen sei aber klar, dass nicht ausschließlich öffentliche Gebäude infrage kommen. „Das Gerätehaus des Löschzuges Süd ist nicht hoch genug. Auch bei einer Kita gibt es wegen des Flachdachs Probleme“, so Böckmann. Dafür müsse jetzt geeigneter Ersatz gesucht werden. Derzeit warte die Verwaltung auf Materiallieferungen für die Installation. „Die erste Sirene soll auf den Schlauchturm der Feuer- und Rettungswache kommen.“ Das könnte im September so weit sein, vermutlich aber erst nach dem Probealarm.

Bürger in Recklinghausen sollen mit bis zu 85 Dezibel alarmiert werden

Bis 2021 sollen 35 neue Sirenen in Recklinghausen montiert sein. Mit einer Lautstärke von 65 bis 85 Dezibel sollen diese künftig bei Unglücken, Unwettern oder Bombenentschärfungen mehr als 85 Prozent der Bevölkerung erreichen – auch bei geschlossenen Fenstern. Eventuell bedarf es noch einer 36. Sirene. „Erst nach einer Hörprobe lässt sich feststellen, ob der Bereich Grullbad südöstlich des Autobahnkreuzes ausreichend abgedeckt ist“, erklärt Böckmann.

In Recklinghausen sind beim Probealarm am 10. September möglicherweise doch Sirenen zu hören - aus den Nachbarstädten, je nach Windrichtung. Außerdem soll es Probewarnungen über die App „NINA“, Radio, Fernsehen, soziale Medien und - ganz klassisch - aus Lautsprecherwagen geben.

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