Die Stadt will die Energieversorgung ihrer Bürger mit einem regionalen Partner in die eigene Hand nehmen.
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Ein abenteuerliches Haustürgeschäft mit einem neuen Stromvertrag erlebte eine Seniorin in Recklinghausen.

Haustürgeschäft

Üble Masche: Wie eine Seniorin aus Recklinghausen wider Willen zu einem neuen Stromvertrag kam

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Anneli Flatau hat für gewöhnlich alle Sinne beisammen. Warum die 77-Jährige aus dem Paulusviertel einem besonders dreisten Mitarbeiter eines Strom- und Gasanbieters aus dem Rheinland in die Falle ging, ist ihr in der Rückschau schleierhaft.

Eines Vormittags war er plötzlich da, stand vor der Wohnungstür und klingelte. Anneli Flatau öffnete die Tür, ließ den Mann aber nicht herein. Aus der Situation entwickelte sich ein abenteuerliches Haustürgeschäft. Am Ende hatte die Recklinghäuserin in einen neuen Strom- und Gasvertrag eingewilligt.

Anneli Flatau erinnert sich: „Gleich zu Beginn sagte der Mann, dass es Eon ja nicht mehr geben würde und dass ich deshalb jetzt zu ihm wechseln müsste.“ Das Durcheinander aus Nachrichten von jüngeren Umfirmierungen und Übernahmen auf dem Strommarkt habe sie „anfällig gemacht für diese Masche“, glaubt Anneli Flatau heute.

Der junge Mann hatte mittlerweile im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses Platz genommen und tippte auf seinem Notebook herum. Anneli Flatau unterschrieb. Unterlagen erhielt sie nicht. Der Mann ging. Es blieb ein flaues Gefühl.

Eon meldet sich wegen Vertragskündigung bei 77-Jähriger

Kurz darauf meldete sich Eon wegen der Kündigung ihres Vertrages. Diesen Schritt hatte ihr der freundliche Vertreter ihres neuen Anbieters ganz serviceorientiert abgenommen. Dabei war Eon doch das Unternehmen, das es nach Angaben des Mitarbeiters eigentlich gar nicht mehr geben sollte.

Anneli Flatau redete mit der Firma. Die zeigte sich einsichtig und entließ sie aus dem neuen Vertrag, der offenbar mit höchst fragwürdigen Methoden zustande gekommen war. Der Mitarbeiter wurde entlassen, habe man ihr mitgeteilt.

Die Polizei warnt vor Haustürgeschäften jeder Art. „Lassen Sie sich nie unter Druck setzen“, sagt Corinna Kutschke aus der Pressestelle im Polizeipräsidium. „Vereinbaren Sie im Zweifel einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt und holen Sie jemanden zu dem Treffen hinzu.“ Bei allzu hartnäckigen Vertretern gebe es nur eines: die Polizei rufen ( 110).

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