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Kaum zu glauben, welchen Wirbel dieses Männchen verursacht.

Umrüstung scheitert aus rechtlichen Gründen

Neues von den Ampelmännchen

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RECKLINGHAUSEN. - Im übertragenen Sinne steht die Ampel derzeit auf Rot: Bis auf Weiteres wird es wohl kein Ampelmännchen in Bergbau-Optik in dieser Stadt geben – obwohl es auch von der Stadtführung durchaus gewünscht ist. Das grundsätzliche Problem: Niemand will die Verantwortung übernehmen.

An der rechtlichen Ausgangslage hat sich nichts geändert: Es gibt einen Erlass aus dem NRW-Verkehrsministerium, in dem zwar recht eindringlich darum gebeten wird, die Signale an der Fußgänger doch am besten so zu lassen, wie sie sind, doch ausdrücklich verboten ist es eben nicht. Allerdings gibt es da einen entscheidenden Satz, und der bezieht sich darauf, dass die Stadt sicherstellen muss, dass ein rotes Ampelmännchen – wie immer es auch aussehen mag – eindeutig „Stopp“ signalisiert. Das bedeutet: Sollte es irgendwann zu dem recht unwahrscheinlichen Fall kommen, dass ein Fußgänger angefahren wird und sich dieser darauf beruft, dass er das rote Bergbaumännchen nicht als Aufforderung zum Anhalten verstanden habe, müsste die Stadt als Betreiber der Ampel im Zweifelsfall haften. Und davor schrecken nicht nur die Verantwortlichen aus Recklinghausen zurück.

Auch in einigen anderen Städten in der unmittelbaren Umgebung ist man eher vorsichtig, und auch eine kollektive Anfrage an die Bezirksregierung in Münster, ob diese nicht eine Erlaubnis erteilen will, erbrachte nichts. In Münster zog man sich auf den oben genannten Erlass des Ministeriums zurück. Und so tut sich derzeit – nichts. Dabei hat die Recklinghäuser Stadtspitze durchaus ein Herz für Bergbaumännchen.

Nach Auskunft von Stadtsprecher Hermann Böckmann kann sich Bürgermeister Christoph Tesche gut vorstellen, gerade in der Umgebung ehemaliger Bergbaustätten auf die Männchen mit Helm und Laterne zu setzen: in der Nähe der ehemaligen Zeche General Blumenthal an der Herner Straße oder an der König-Ludwig-Trasse im Bereich der Ortlohstraße. Sicher ist aber auch: Es gibt Städte, die mehr Mut bewiesen haben. Duisburg hat den Anfang gemacht, und auch in Castrop-Rauxel holt man angeblich gerade Angebote ein. Und überhaupt: Von einem Fall, in dem eine Stadt wegen eines unzureichenden Rotlichts verklagt wurde, ist deutschlandweit bislang nichts bekannt geworden.

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