+
Es geht auch ohne Plastik: Am Imbiss "Wurstkultur" soll es künftig nur noch Mehrweggeschirr geben.

"Wurstkultur"

Einweggeschirr wird verbannt

RECKLINGHAUSEN - Im Bemühen um Müllvermeidung und Umweltschutz gehen die Inhaber der Imbissbude "Wurstkultur" an der Kunibertistraße mit gutem Beispiel voran. Ab Mai wird an Kunden, die direkt vor Ort essen, nur noch Mehrwegschalen ausgegeben.

Nicole Heimsoth und Marc Heermann betreiben die Filiale in der Innenstadt. „Seit zehn Jahren sehen wir mit an, wie viel Müll wir tagtäglich durch Einweggeschirr produzieren“, sagt Nicole Heimsoth. Für sie sei die Müllreduzierung seit Jahren ein wichtiges Thema: „Schon lange, bevor die Debatte einen Platz in den Medien und der öffentlichen Meinung einnahm, haben wir mit unserem Team überlegt, wie wir auf Einweggeschirr verzichten können“, so Heimsoth.

Holzgabel ersetzt Plastikpikser

Erste Erfolge gibt es bereits. „Plastik konnten wir bereits weitestgehend aus unserem Geschäft verbannen“, erklärt Heimsoth. Ihre Mitarbeiter seien größtenteils junge Leute: „Schüler und Studenten, die sehr engagiert sind und denen der Umweltschutz ein persönliches Anliegen ist“, sagt die Inhaberin. „Die Idee, Plastiktüten gegen Papiertüten zu tauschen, stammte von ihnen.“ Auch Plastikbesteck sucht man in der Imbissbude vergeblich. Längst sind die klassischen bunten Plastikpikser der Holzgabel gewichen, anstelle von Plastiktellern gibt der Imbiss sein Essen in Pappschalen aus. Und ab Mai soll es eben Mehrweggeschirr aus Porzellan geben.

Neue Spülmaschine nötig

Für den Kunden soll kein Mehraufwand entstehen, auch soll kein Pfand fällig werden. „In der Stadt gab es die Überlegung, dass Kunden ihr eigenes Mehrweggeschirr zu den Imbissen mitnehmen. Bislang ließ sich das System jedoch noch nicht umsetzen, doch wir wollten jetzt schon etwas tun“, so Heimsoth. Geplant ist eine Rückgabestation, in der das dreckige Geschirr abgestellt werden kann. Der Aufwand, der durch die Anschaffung der Schalen, den Einbau einer neuen Spülmaschine und die Einrichtung einer Rückgabestation entsteht, sei es dem Team wert: „Wir ziehen hier alle an einem Strang.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Die Stille des Sonntags - kein Jubel, kein Tackling, kein Fußball
Die Stille des Sonntags - kein Jubel, kein Tackling, kein Fußball
Not der Wohnungslosen wird noch größer - so können Sie helfen
Not der Wohnungslosen wird noch größer - so können Sie helfen
Zwölf Autos standen in Bochum lichterloh in Flammen
Zwölf Autos standen in Bochum lichterloh in Flammen
Mitten im Corona-Chaos: Das tägliche Tagebuch zum Ausnahme-Zustand – Teil 12
Mitten im Corona-Chaos: Das tägliche Tagebuch zum Ausnahme-Zustand – Teil 12
Kein Sport, kein Mitgliedsbeitrag? - Vereine fürchten finanzielle Engpässe
Kein Sport, kein Mitgliedsbeitrag? - Vereine fürchten finanzielle Engpässe

Kommentare