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Zu Beginn seines Studiums hat Lucas eine Stofftasche mit der Aufschrift: „Willkommen an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Dein AStA“ bekommen. Nun trägt er den Schriftzug auf seinem Rücken, denn er gehört mittlerweile zum Team des Allgemeinen Studierendenausschusses.

AstA, Stupa und Co.

Engagement in der Uni? Ein ereignisreicher Job

Eine blaue Stofftasche hat die Aufschrift: „Willkommen an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Dein AStA“. Damals konnte ich mit diesem Begriff nicht viel anfangen. Vielen, die nun ihr Studium an einer Hochschule beginnen, geht es ähnlich. Da ich nun Teil des Ganzen bin, kann ich Licht ins Dunkle bringen.

Was für Gremien gibt es denn an der Uni überhaupt und wie funktionieren diese? Ein ganz wichtiger Grundsatz für alle Gremien ist: Das Engagement von Studierenden ist wichtig. Ohne die funktioniert es nicht. Also, wer sich an seiner Uni engagieren will, sollte das unbedingt tun!

Die Hauptaufgabe von solchen Gremien besteht darin, die Grundlagen für Studium, Lehre und Forschung an der jeweiligen Institution zu verbessern. Das schließt Bildungspolitisches und die Gestaltung der Studienordnung ein, aber auch Grundsätzliches wie die Autonomie der Hochschule. Oft geht es auch um Soziales – etwa bezahlbaren Wohnraum.

Die Gremien vertreten die Interessen der Studierenden. Meistens sind diese das Studierendenparlament (Stupa), der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und die Fachschaften. In vielen Bundesländern ist ein Zusammenschluss aller eingeschriebener Studierenden gesetzlich vorgeschrieben. Dann spricht man von einer Verfassten Studierendenschaft.

Einmal im Jahr wird auf dem Campus gewählt

Das Stupa wird direkt von den Studierenden gewählt – meist einmal im Jahr. Das Parlament ist das höchste beschlussfähige Gremium der Studierendenschaft. Dieses Legislativorgan verabschiedet unter anderem den Finanzplan. Das Stupa beschäftigt sich nicht mit allen Themen im Plenum, sondern kann einzelne Aufgaben in Ausschüsse geben.

Einer dieser Ausschüsse ist der AStA. Das Exekutivorgan wird in Referaten organisiert und meist für ein Jahr oder zwei Jahren vom Stupa gewählt. Oft bietet der Ausschuss Dienstleitungen an – etwa eine Rechts- und Sozialberatung und organisiert politische Veranstaltungen. Zudem ist er beispielsweise für die Aushandlung des Semestertickets zuständig.

Für wen das nichts ist, der hat noch die Möglichkeit, in einem dritten Gremium mitzuwirken. Der Fachschaftsrat, kurz Fachschaft genannt. Die Interessenvertretung der Studierenden veranstaltet zum Beispiel Erstsemestereinführungen, berät rund ums Fach, sammelt Skripte und Altklausuren oder organisiert Partys oder Filmabende.

Wer sich während des Studiums in der Hochschulpolitik engagiert, kann sich nicht nur für bessere Studienbedingungen einsetzen, sondern von seinem Einsatz auch über das Studium hinaus profitieren. „In der Hochschulpolitik lernt man, was man als Führungskraft im Job braucht“, sagt Jutta Boenig, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung. Etwa die Fähigkeit, verschiedene Meinungen zuzulassen und die eigene diplomatisch zu formulieren.

Mittlerweile bin ich seit einem Jahr an der Hochschule. Aus dem auf der Tasche aufgedruckten Satz „Willkommen an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen“ wurde „Willkommen im AStA“. Im Februar diesen Jahres habe ich mich beim Allgemeinen Studierendenausschuss beworben und bin nun Referent für den Bereich „Soziales und Integration“ in Gelsenkirchen. Die Arbeit macht viel Spaß, denn ich lerne dort viele Menschen kennen und kann helfen. Die Zusammenarbeit im Team und die Interessen der Studierenden zu vertreten empfinde ich als herausfordernd, aber da ich Fortschritte sehe, habe ich gleichzeitig immer auch ein gutes Gefühl.

Wenn Ihr nun einen kleinen Überblick und Lust bekommen habt, seid Ihr gerne eingeladen. Vielleicht heißt es dann bald für Euch „Willkommen im AStA!“

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