Aus einer der oberen Reihe wurde der Blick in einen Hörsaal fotografiert. Die Plätze sind voller Studenten und unten vor der Tafel steht eine Dozentin am Rednerpult.
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Bevor es wirklich in den Hörsaal geht, gibt es einige Dinge, die man als „Ersti“ im Vorfeld wissen und beachten sollte.

Überblick für Erstsemester-Studierende

Checkliste für „Erstis“

  • Ellen Jost
    vonEllen Jost
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Nicht mehr lange und viele von Euch werden zum ersten Mal ihre Uni betreten. Was Ihr im Vorfeld wissen solltet, verrät Euch Ellen.

Endlich: Die Zulassung zum Wunsch-Studiengang liegt im Briefkasten oder dem E-Mail-Postfach. Ein neuer Lebensabschnitt steht in den Startlöchern. Bevor das Studentenleben im November (normalerweise im Oktober) aber unbeschwert losgehen kann, gibt es einiges, dass Ihr als „Erstis“ beachten solltet. Damit Ihr nicht zwischen akademischen Fremdwörtern und auf einem unübersichtlichen Unicampus verloren geht, haben wir für Euch Erstsemestler eine Checkliste erstellt. Diese soll Euch die ersten Schritte in Eurem Studium ein wenig erleichtern.

Immatrikulieren:

Die Immatrikulation – der erste akademische Fachbegriff, der keine Unsicherheit auslösen soll. Immatrikulieren bedeutet, sich in einen bestimmten Studiengang einzuschreiben. Nach der Einschreibung dürft Ihr Euch also offiziell „Student“ oder „Studentin“ nennen und Ihr bekommt Euren Studierendenausweis ausgehändigt. Wichtig ist, dass Ihr alle geforderten Unterlagen wie Personalausweis, Hochschulzugangsberechtigung (Abizeugnis etc.) und einen Nachweis über die Krankenversicherung zur Immatrikulation mitbringt. Eine detaillierte Auflistung über alle einzureichenden Unterlagen liegt in der Regel Eurem Zulassungsbescheid bei.

Teilnahme an der Einführungswoche:

Die Einführungswoche, auch O-Woche (Orientierungswoche) genannt, wird von den Studierenden aus den höheren Semestern organisiert. Sie ist immer eine Woche vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn angesetzt (aktuell fallen sie Corona-bedingt leider größtenteils aus). Ziel der O-Woche ist es, Euch als Erstsemestler willkommen zu heißen und Euch vorab vor einer Informationsüberflutung und dem Verirren im Unilabyrinth zu schützen. Meistens werden Rallyes organisiert, um sich auf dem Unigelände zurechtzufinden. Aber vor allem stehen der Spaß und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Knüpft Kontakte zu Kommilitonen (Mitstudierende) und stellt den Studis aus höheren Semestern viele Fragen. Alle „Erstis“ sind unsicher und kennen sich nicht aus. Habt also keine Scheu.

Stundenplan erstellen:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, Euren Stundenplan vor dem Studienbeginn zu erstellen. Vergleicht diesen aber bitte nicht mit dem Stundenplan aus der Schulzeit. Im Studium sind Vorlesungen, Seminare oder Veranstaltungen immer mit einer Präsenzzeit angesetzt. Ihr werdet dabei auf die Angabe „Semesterwochenstunden“ (SWS) stoßen. Ist eine Vorlesung mit 2 SWS gekennzeichnet, heißt das, dass sie wöchentlich mit jeweils 2 Präsenzstunden stattfindet (z.B. montags von 10 bis 12 Uhr).

Freie Tage als nettes Gimmick

Denkt nur immer daran, dass jeder Kurs am Ende auch mit einer Prüfung (z.B. Präsentation, Hausarbeit, Klausur) abgeschlossen werden muss. Zum Ende des Semesters bestimmst Ihr zwar selbst, ob Ihr tatsächlich eine Prüfung ablegt oder sie auf ein anderes Semester verlegt, aber zu viele Kurse im Stundenplan machen nur zusätzlichen Druck. Plant auch unbedingt, wenn möglich, einen freien Tag in der Woche ein. Es stellt sich zudem die Frage, welche Kurse Ihr belegen möchtet. Orientierung bieten Euch ein Studienverlaufsplan oder ein Modulhandbuch, die meist auf der Website der Hochschule bzw. des Studiengangs zu finden sind. Je nach Studiengang sind die Plätze in den Vorlesungen heiß begehrt. Andere Studiengänge geben einen strikten Plan vor, der eine individuelle Zusammenstellung der Kurse ausklammert.

Semesterbeitrag überweisen / Semesterticket downloaden:

Die Kosten für das Semester-Ticket, mit dem Ihr in ganz NRW Bus und Bahn frei nutzen könnt, sind im Semesterbeitrag enthalten. Dieser Beitrag muss vor dem Studienbeginn an die Universität bzw. Hochschule überwiesen werden. Auch sind im Beitrag Kosten für die Unterstützung des Hochschulsports, der Mensa, oder dem AStA (die gewählte Vertretung der Studierendenschaft, die sich um die Interessen der Studierenden kümmert) inbegriffen. Nicht zu verwechseln ist der Semesterbeitrag, der pro Semester von jedem Student zu zahlen ist, mit den Studiengebühren. Diese sind seit dem Wintersemester 2011/2012 in NRW abgeschafft. Vor Semesterbeginn steht, nach Einzahlung, dein Semester-Ticket zum Download zur Verfügung. Ihr könnt den QR-Code des Tickets dann auf Eurem Handy speichern oder ihn in ausgedruckter Form vorzeigen.

Durchatmen und sich freuen:

Die Schulzeit hinter sich gelassen, geht es jetzt endlich in ein selbstbestimmteres Leben. Atmet tief durch und versucht, alles zu genießen. Die Uni-Zeit wird Euch vor viele neue Herausforderungen stellen, die Ihr aber alle meistern werdet. Das Wichtigste ist, dass Ihr Spaß an Eurem Studentenleben habt! Und das werdet Ihr garantiert.

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