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Der Volta-Modus bei FIFA 20.

Videospiel ist runderneuert

„FIFA 20“ ist da: Wir haben den Klassiker angespielt

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Es ist jedes Jahr das Gleiche: Kurz nach Beginn der neuen Bundesligasaison steht auch das neue „FIFA“ in den Auslagen der Elektronikmärkte. Ob sich der Kauf lohnt, haben wir getestet.

Wer stets mit den aktuellsten Spielern und deren Teams die Fußballsimulation spielen will, kommt nicht um den Erwerb von FIFA 20 herum: die mittlerweile schon 28. Ausgabe der Reihe gibt es für Windows PCs, Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch. Kostenpunkt: Ab 59 Euro aufwärts gibt es die Standard-Edition, die Champions-Edition sowie die Ultimate-Edition sind teurer. Wer sich das Spiel per Download zulegt, muss Geduld mitbringen: Rund 50 GB müssen heruntergeladen werden, das dauert selbst mit einer schnellen Datenleitung etwa eine Stunde. 

Was hat sich geändert in FIFA 20? 

Neben dem „normalen“ Spiel auf Rasen ist eine weitere Variante hinzugekommen. Die nennt sich „Volta“ und verbindet Straßenfußball und Futsal in einem Arcade-Modus. Das hat es übrigens schon gegeben – 2012 hatte EA Sports die Sonderausgabe FIFA Street herausgebracht. Im Jahr 2019 sieht das Ganze allerdings deutlich realistischer aus: Im Modus 3 gegen 3 oder 5 gegen 5 stehen sich bunt gemischte Teams auf ungewöhnlichen Plätzen und in Hallen gegenüber. 

Gameplay auf dem Rasen: Die Bewegungen sind realistischer geworden. 

Im Gameplay geht es dann auch nicht nur um Tore, sondern auch um Tricks am Ball den Jubel danach. Der Volta-Modus ist gut durchdacht und auch im Detail gut anzusehen: So wird die Wiederholung auf einem Smartphone-Display angezeigt, zu allen Aktionen gibt es die passenden Kommentare von Zuschauern. Wer FIFA bislang nur auf Rasen gespielt hat, sollte Volta unbedingt ausprobieren. 

Zumal der Modus nicht nur Streetfußball bietet: Volta Football ersetzt auch den bisherigen Story-Mode, der aus FIFA 17, 18 und 19 bekannt war. Das bedeutet allerdings auch, dass die Geschichte von Alex Hunter vom Newcomer zum Profi auserzählt ist. Wer sich auf Volta einlässt, findet hier einen durchaus spannenden Ersatz. 

Klassischer Modus mit fließenden Bewegungen

Der klassische Anstoß-Modus bietet weiterhin eine Auswahl an Spielformen von Einzelspielen bis hin zu internationalen Wettbewerben. Hier ist sich EA Sports treu geblieben. Warum auch das Rad neu erfinden? Positiv fällt auf, dass die Bewegungen auf dem Rasen wieder deutlich realistischer geworden sind. In FIFA 19 wirkten die Spieler vor allem im Sprint-Modus übernatürlich schnell, Zweikämpfe mit hohem Tempo waren manches Mal schwer zu kontrollieren. 

In FIFA 20 wirken die Bewegungsabläufe und Spielsituationen insgesamt runder. Allerdings muss der Spieler auch mehr tun: Seine computergesteuerten Mitspieler sind nicht mehr allgegenwärtig, gerade die Abwehr ist anfällig für gegnerische Konter geworden. Beim Torwart ist ebenfalls zu spüren, dass EA Sports im Hintergrund geschraubt hat: Viel häufiger als vorher werden Bälle auch einmal abgeklatscht und zur Seite abgewehrt. Den anfänglichen Bug, bei dem der Keeper mit Ball rückwärts ins Tor hüpfte und so für ein Eigentor sorgen konnte, hat der Spielehersteller per Update bereits korrigiert. 

Auch das RheinEnergie-Stadion ist jetzt in FIFA enthalten. 

Freunde des Ultimate Team können wie gewohnt freie Teams zusammenstellen. Wer hierbei schnell auch Stars einsetzen möchte, muss allerdings zum Geldbeutel greifen und Kartenpacks öffnen – darin enthalten sind dann zufällige Sets von Spielern. Das Ganze funktioniert auch wie bisher über gesammelte Coins für Erfolge, dauert dann aber natürlich auch länger. Hier sollten gerade Eltern aufpassen, dass in den Konsolen- oder Spieleinstellungen selbstständige Käufe durch die Kinder ausgeschaltet sind. 

Fans von Juventus Turin könnten von FIFA 20 übrigens etwas enttäuscht sein: Aus lizenzrechtlichen Gründen taucht der italienische Erstligist nicht im Spiel auf – wohl aber seine Spieler. So kicken Christiano Ronaldo und Co. diesmal für ein fiktives italienisches Team namens Piemonte Calcio. 

Unser Fazit zu FIFA 20

Mit FIFA 20 ist EA Sports erneut eine Verbesserung des Klassikers gelungen: In Sachen Grafik und Gameplay ist das Spiel noch realistischer als sein Vorgänger. Das gefällt. Allerdings wird auch bei der Fußballsimulation ein Trend auf dem Spielemarkt deutlich: Ähnlich wie bei In-App-Käufen werden die Spieler dazu angeregt, Kartenpakete und weitere Bundles hinzuzukaufen. Das sollte man wissen, wenn man allzu begeistert beginnt, sein Ultimate-Team zusammen zu stellen. Wer bisher schon FIFA gespielt hat, wird auch jetzt wieder seinen Spaß haben.

Über die voreingestellten Spielerwerte beschweren sich manchmal sogar die "echten" Profis: So wie in diesem Fall.

Übrigens: Wer das Spiel zunächst einmal testen möchte, findet in dem Store seiner Konsole auch eine Demoversio zum Anzocken!

Für den Test wurde uns eine kostenlose Xbox-Version des Spiels vom Hersteller EA Sports zur Verfügung gestellt.

Tobias Ertmer

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