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Auch wenn das Foto farblos ist, Selena Gomez bringt heute ihr buntes Pop-Album „Rare“ heraus.

Neues von Selena Gomez

Schluss mit dem Bieber-Fieber!

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Auf „Rare“, ihrem ersten Album seit 2015, verarbeitet Selena Gomez mit kraftvollem Pop die Vergangenheit und schaut zuversichtlich nach vorn.

Um ein neues Kapitel im Leben zu beginnen, ist es hilfreich und sinnvoll, das alte Kapitel zunächst einmal zu beenden. Damit abzuschließen. Insbesondere dann, wenn es sich um einen sehr prägenden und intensiven Lebensabschnitt gehandelt hat. Das dachte sich auch Selena Gomez und reinigte sich quasi kreativtherapeutisch von den Schatten, die ihr Lebensglück nach der Trennung von Kollege und Teenagerliebe Justin Bieber jahrelang eintrübten. 

So nimmt Selena in „Lose You To Love Me“, ihrer sehr gelungenen, ziemlich intimen und melancholischen Comeback-Single (die sogleich in den USA an die Spitze der Charts stürmte), nicht nur eine Art Arschtritt-Abschied vom Ex-Freund – ohne ihn namentlich zu nennen, versteht sich. Sie trennt sich auch von der rosaroten Brille, die sie viel zu lange auf der Nase hatte. „Ich habe die Zeichen gesehen und sie ignoriert“, singt die 27-jährige Selena, und: „Ich musste dich erst hassen, dich erst verlieren, um mich zu lieben.“ 

Seit 2010 waren die beiden liiert, die Beziehung war über Jahre das beliebteste Futter auf dem Speiseplan der Teenie-Medien, immer wieder mal trennte man sich, immer wieder mal versöhnte man sich. Anfang 2018 war der Schlussstrich endlich so dick, dass er hielt. Mehr noch: Nur wenig später bandelte Bieber mit Model und TV-Star Hailey Baldwin an. Mittlerweile sind sie verheiratet. „In two months you replaced us / Like it was easy“, resümiert Gomez, durchaus verbittert. „Nach zwei Monaten war ich vergessen und ersetzt.“ Alles nicht schön. Doch die Moral von der Geschicht‘: Das Leben geht weiter und wird irgendwann, mit gestärktem Selbstwertgefühl, besser als je zuvor. 

"Ich kann wieder lachen"

Auch auf „Look At Her Now“, der zweiten und im Vergleich schnelleren und beatlastigeren Single von „Rare“, arbeitet sich Gomez an ihrem Ex ab („Fast nights that got him / That new life was his problem“), mit Happy End für sie („Look At Her Now“ – „Seht sie euch an“). „Ich habe diese beiden Songs schon vor über einem Jahr geschrieben“, so Selena. „Damals hätte ich sie noch nicht rausbringen können, alles war noch zu nah, tat noch zu weh. Heute fühle ich mich ganz anders. Ich kann wieder lachen. Das Leben ist fantastisch.“ 

Die Bieber-Krise war aber nur einer von mehreren Gründen, weshalb mehr als vier Jahre seit Selenas letztem Album „Revival“ vergangen sind. Auch gesundheitlich musste die in Grand Prairie/Texas geborene Tochter einer italienischstämmigen Tänzerin und eines Mexikaners einige Tiefschläge wegstecken. Die Autoimmunkrankheit Lupus wurde diagnostiziert, zu den Symptomen und Folgen zählten Panikattacken und Depressionen, 2017 erhielt sie eine neue Niere. 

Angekommen in der „Erwachsenenliga“ 

Musikalisch trat Gomez in dieser Zeit nur sporadisch in Erscheinung, stattdessen war sie ausführende Produzentin sowohl der kontroversen TV-Serie „Thirteen Reasons Why“ sowie einer Dokumentationsserie über illegale Einwanderer in die USA, „Living Undocumented“. Auch in Woody Allens jüngstem Film „A Rainy Day In New York“ übernahm sie eine tragende Rolle. Überhaupt wurde und wird der Eindruck immer stärker, dass Selena Gomez jetzt in der Erwachsenenliga mitspielt. 

Sie war ja mal ein Teenie-Star, startete die Karriere in der Kinderserie „Barney & Friends“, wurde so richtig erfolgreich mit der Disney-Show „Wizards Of Waverly Place“, drehte eine Reihe weiterer, überwiegend leichtgewichtiger Serien und Filme, stemmte aber 2012 auch eine ernste Rolle im Drama „Spring Breakers“. 

Selena hat in den vergangenen zehn, zwölf Jahren einen ähnlichen Werdegang hingelegt wie Miley Cyrus oder Demi Lovato, und alle drei eint heute, dass sie – nicht ohne Kämpfe und Rückschläge – ihren Weg von Kinderstars in eine dauerhafte Karriere suchen. Musikalisch hingegen ist Selena Gomez unbeirrt unterwegs zur Wertigkeit. Nach den teenietypischen Kaugummihits über ihre immer cooleren Solosongs auf den Alben „Stars Dance“ und „Revival“ ist sie mit „Rare“ in der Top-Pop-Liga angelangt. „Wir haben ein richtig starkes Album mit starken Songs und erstklassigen Melodien gemacht“, ist Selena überzeugt. Sogar eine elektrische Gitarre komme zum Einsatz. 

Und: Die Aufarbeitung des Bieber-Schlamassels ist mit den zwei Singles abgeschlossen. „Auf allen anderen Songs blicke ich in die Zukunft. Erhobenen Hauptes.“ (Steffen Rüth)

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