Ein Mädchen liegt rücklings auf dem Bett. Über Kopfhörer hört sie Musik.
+
Kopfhörer auf, Augen zu und in eine andere Welt träumen.

Musikalisch verreisen

Urlaubs-Playlists gegen das Fernweh

Eine große Reise liegt im Moment so weit entfernt wie noch nie. Lisa hat einen coolen Plan, mit dem sie aktuell trotzdem mal aus Waltrop rauskommt.

Von Lisa Scholten

Wie gerne würde ich mich einfach in ein Auto setzen und irgendwo hinfahren – dabei fahre ich nicht mal so gerne Auto. Mein Fernweh wird einfach immer größer. In absehbarer Zeit wird sich wohl keine große Reise verwirklichen lassen. Das hält mich aber nicht davon ab, mich an meine Lieblingsorte zu träumen und dabei hilft mir die Musik. Darum bin ich dazu übergegangen, mir Playlisten zu bestimmten Orten zu erstellen.

Eine, die bei mir und tatsächlich bei meiner ganzen Familie im Moment hoch und runter läuft, ist meine Los Angeles Playlist. Schon vor Corona endete meine Reiseplanung zur Stadt der Engel meistens schon dann, wenn ich auf die Flugticketpreise schaute. Jetzt, ohne Flüge und mit Einreisebeschränkungen, ist mir selbst dieser Spaß genommen worden. Ein Grund mehr, die Musik schön laut aufzudrehen.

Sunrise Avenue treffen auf Miley Cyrus

In die Playlist haben es alle Lieder geschafft, die ich irgendwie mit Los Angeles, Hollywood oder Kalifornien im Allgemeinen verbinde. Genres wurden dabei wild gemischt. Hauptsache, ich mag das Lied. So trifft Sunrise Avenues „Hollywood Hills“ auf Red Hot Chili Peppers „Under the Bridge“ und auf Rihannas „California King Bed“ oder Miley Cyrus „Party in the USA“ folgt gerne mal blink-182 mit „Los Angeles“.

Die Playlist hat auch dazu geführt, dass ich neue Lieder entdeckt oder alte wiederentdeckt habe. Ich würde Euch zum Beispiel „Santa Monica“ von Theory of a Deadman oder „City of Stars“ von Arrows to Athens sehr empfehlen. Insgesamt beinhaltet meine Playlist jetzt schon 36 Titel und ich bin noch lange nicht fertig.

Musik und Fantasie haben keine Grenzen

Außerdem plane ich schon musikalische Reisen zu anderen Zielen. Wie wäre es zum Beispiel nach Spanien mit Álvaro Soler oder Ed Sheerans „Barcelona“. Oder nach Frankreich mit „Paris“ von The Chainsmokers oder „Ma Chérie“ von DJ Antoine. Zumindest unseren imaginären Reisen sind keine Grenzen gesetzt.

Damit ich nach dem Hören meiner Los-Angeles-Playlist nicht völlig deprimiert bin, sobald ich aus dem Fenster schaue und anstelle von Strand, Sonne und einem großen Riesenrad am Steg, nur Nebel und Regen sehe, höre ich mir zum Schluss meistens „Little Hollywood“ von Alle Farben an. Trotz allem Fernweh ist es zu Hause nämlich auch schön, denn – wie Alle Farben es ganz richtig schreibt – „We‘re living in our own litte Hollywood“!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare