Lena steht auf einem Felsvorsprung. Den einen Arm stemmt sie in die Hüfte, den anderen reckt sie in die Höhe, ihr Gesicht ziert ein breites Grinsen. Im Hintergrund sieht man einen Wasserfall.
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Der Wasserfall am Grand Canyon of the Yellowstone zaubert Lena ein breites Grinsen aufs Gesicht.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas zehnter Teil aus den USA

Ab in die Natur von Montana

  • vonLena Schulz
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 Lena erfüllt sich einen kleinen Traum und besucht den Yellowstone Nationalpark. Dort erlebt sie gleich mehrere (tierische) Highlights. Nur modisch bietet der Park leider nichts.

Endlich packe ich mal wieder meinen Koffer, denn es geht auf einen Wochenendtrip mit meiner Freundin Madita. Wir beiden erfüllen uns unseren Traum, den Yellowstone Nationalpark endlich auch mal in echt sehen zu können – man hört ja schließlich so viel Gutes. Wir entscheiden uns dazu, am Freitag bis Butte in Montana zu fahren und dort eine Nacht im Auto zu übernachten. Nach einem kurzen Stop bei Taco Bell in Missoula sind wir schon wenig später an unserem Campingplatz in Butte angekommen und bereiten unser Auto für die erste Nacht vor.

Wir breiten Decken aus und polstern alles, so gut es eben geht. Die Nacht ist ziemlich okay, doch zum Glück haben wir Schlafsäcke eingepackt, die wir mitten in der Nacht noch gegen die Kälte verwenden können. Es ist hier in Montana im August nämlich kälter als gedacht. Nach einer einigermaßen guten ersten Nacht machen wir uns schon früh morgens auf den Weg nach Yellowstone, was von unserem Campingplatz aus nur noch zwei Stunden entfernt ist. Bevor wir den Park betreten, sehen wir auch schon die ersten wilden Tiere: Rehe! Das gibt uns Hoffnung, in den nächsten zwei Tagen auch noch Bisons oder Bären sehen zu können.

Auf den ersten Blick sieht der Park eher wenig spektakulär aus, doch schon nach wenigen Minuten kommen wir an unserem ersten Stop an: den Mammoth Hot Springs. Einfach überwältigend, wie schön Natur sein kann! Ich bin eigentlich eher ein Städtetrip-Typ, doch schon nach den Mammoth Hot Springs gefällt mir der Trip fast so sehr wie jeder andere Ausflug, den ich in den Staaten so wie auch in Europa gemacht habe.

Gefährlich-süßes Tierchen am Straßenrand

Als Nächstes haben wir den Grand Canyon of the Yellowstone mit einem wunderschönen Wasserfall auf dem Plan. Wir beide haben uns vor dem Wochenende schon ziemlich viele Bilder und Videos angeschaut und gesehen wie wunderschön der Wasserfall und der Fluss sind. Das macht es natürlich noch aufregender für uns. Auf dem Weg sehen wir erst einen Elch und dann passiert das, worauf wir den ganzen Tag schon gewartet haben: am Straßenrand steht ein Bison! Bisons sind zwar echt gefährlich, aber Madita und ich finden ihn beide unglaublich süß! Nach diesem großen Ereignis und einigen Problemen, den perfekten Aussichtspunkt für den Wasserfall zu finden, schaffen wir es auch endlich, indem wir einfach der Menge folgen.

Abgesehen vom Wind ist es alles perfekt: Die Aussicht ist perfekt, das Wetter ist perfekt und es sind nicht zu viele Leute auf dem kleinen Berg, auf dem wir stehen. Als Nächstes geht es zu dem Ort, den die meisten Leute mit Yelowstone verbinden: dem Grand Prismatic Spring, eine der größten Thermalquellen in den USA. Wenn man dann aber davor steht, ist es doch eher unspektakulär, weshalb wir uns entscheiden, am nächsten Morgen eine kleine Wanderung auf den nächsten Hügel zu machen, um das ganze Spektakel von oben sehen zu können. Um den Grand Prismatic Spring sind noch andere Thermalquellen, die einfach wunderschön blau, rot, gelb und grün sind.

Nach einem Spaziergang um die Quellen geht es zum letzten Stop für den Tag: dem bekannten Geysir Old Faithful. Natürlich hoffen wir, ihn ausbrechen zu sehen und erfahren dann, dass es tatsächlich 45 Minuten später so weit sein soll.

Heiße Quelle wird zum Naturschauspiel

Also laufen wir ein bisschen herum und erkunden die Umgebung, um die Zeit zu überbrücken. Wir machen uns dann auf die Suche nach coolen Shirts oder Kappen vom Nationalpark, doch finden leider nichts, was uns gefällt. Kurz vor dem Ausbruch des Geysirs (= eine heiße Quelle) machen wir uns wieder zurück auf den Weg und ergattern einen sehr guten Sitzplatz in der ersten Reihe, damit wir auch ja nichts verpassen. Und dann hat das Warten endlich ein Ende! Es ist echt überwältigend, was so ein Geysir alles kann. Das Wasser wird hoch in die Luft geschossen und das für ganze fünf Minuten.

Nach dem Ausbruch machen wir uns auf den Weg zu unserem Campingplatz, welcher sich dieses Mal in West Yellowstone befindet. Dort angekommen erfahren wir, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, einem Bären zu begegnen, denn am Morgen wurde in der Nähe einer gesichtet. Gut, dass wir im Auto und nicht in einem Zelt schlafen! Da fühlen wir uns auf jeden Fall sicherer.

Morgens machen wir uns also noch mal auf den Weg zum Grand Prismatic Spring, um ihn dieses Mal von oben sehen zu können. Nach einer nicht zu langen Wanderung sind wir endlich am Aussichtspunkt angekommen und es hat sich gelohnt: WOW! Von oben sieht die Quelle noch viel viel besser aus. Wir genießen die Aussicht für eine Weile und machen viele Fotos. Doch bald darauf müssen wir uns auch wieder auf den Rückweg machen, denn wir wollen schließlich nicht zu spät wieder in Spokane ankommen.

Der Weg zurück dauert insgesamt 7,5 Stunden. Nachdem wir fast wegen einem leeren Tank stehen bleiben und es grade noch ganz knapp zur nächsten Tankstelle schaffen, sind wir auch endlich wieder zurück zu Hause. Wir beide sind total fertig von dem Wochenende, doch haben jeden einzelnen Moment in vollen Zügen genossen. Wir sind echt glücklich, den Trip gemacht zu haben, und diesen wundervollen Ort namens Yellowstone endlich auch mal in echt gesehen zu haben.

Der Ausflung zum Yellowstone-Nationalpark ist nicht Lenas einziger Ausflug. Zuletzt ist sie mit ihrer Gastfamilie nach Montana gereist, um da ein paar sonnige Tage am Pool zu verbringen.

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