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Der rohe Fisch beim Sushi verschreckt manche Menschen – aber Autorin Annika würde gerne immer zugreifen.

Anni liebt Sushi

Zu viel Lust auf rohen Fisch

Guten Tag, mein Name ist Anni und ich habe ein Problem. Gerne stelle ich mir jetzt vor, dass Ihr alle gemeinsam sagt: „Hallo Anni“. Mein Problem? Ich habe eine ausgeprägte Vorliebe für Sushi entwickelt. Ach was, ich bin süchtig nach Sushi, um ganz ehrlich zu sein. Und das ist ganz verrückt, denn bis vor ein paar Monaten habe ich voller Überzeugung gesagt: „Niemals, aber auch wirklich niemals, niemals, niemals nie würde ich etwas essen, das aus dem Meer kommt.“

Und jetzt erwische ich mich dabei, wie ich mir fast jeden vierten Tag sehnsüchtig die Angebotstafeln bei den diversen Sushi-Restaurants in meiner Straße anschaue und wieder Lust auf Stäbchen-Action hätte. Dann versuche ich mir einzureden, dass Sushi nicht annähernd so ungesund ist, wie anderes FastFood, wie beispielsweise Döner oder Pommes. Ich versuche, mir meine Sucht schön zu reden. Und erlaube mir viel zu häufig, schwach zu werden. Dabei zieht das Argument nur, wenn man Sushi in Maßen verputzt und beim All-You-Can-Eat-Buffet nicht noch warme Speisen dazu nimmt. Was ich allerdings immer tue. Und in Maßen essen ist – formulieren wir es so – schwierig. Ich seh’ meistens selbst aus wie ein kleines Nigiri-Röllchen, wenn ich den Sushi-Laden wieder verlasse.

Die Problematik ist dabei nicht nur, dass sich meine Figur dabei unvorteilhaft verformt, sondern auch, dass Sushi ganz schön teuer ist. In der Regel zahlt man beim All-You-Can-Eat um die 20 Euro. Plus Getränk. Wer à la carte bestellt, kommt auch nicht sehr viel günstiger weg.

Mir wurde immer gesagt, der erste Schritt zur Besserung sei Einsicht. Der ist hiermit getan. Jetzt darf der köstliche rohe Fisch mit Reis nur noch an besonderen Anlässen verputzt werden. Sonst ist das Meer bald komplett leer gefischt und ich bin eine runde Kugel.

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