Lena (links) steht mit ihren drei Gastkindern im strahlenden Sonnenschein an einem See.
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Lena genießt die letzten Wochen mit ihren Gastkindern in vollen Zügen.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas zwölfter Teil aus den USA

Ein Stückchen Heimat

  • vonLena Schulz
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In wenigen Wochen endet Lenas Au-pair in den USA. Ein Grund für ihre Gastfamilie, einen tierischen Wochenendausflug zu planen.

Mit nur noch sechs Wochen in den Vereinigten Staaten und somit auch nur noch wenig Zeit mit meiner Gastfamilie, haben meine Gastmutter und ich uns entschieden, noch einen letzten Trip zusammen zu unternehmen. Nur drei Stunden von Spokane entfernt befindet sich eine „bayrische“ Stadt namens Leavenworth, die ich in meinen fast eineinhalb Jahren hier noch nicht gesehen hatte. Es ist natürlich ein Muss als Deutsche wenigstens einmal diese Stadt zu erkunden, die wie ein typischer Bergort in den Alpen gestaltet ist.

Also packen wir unsere Taschen und begeben uns Freitagnachmittags auf den Weg in das kleine Dorf in der Mitte von Washington State. Die Fahrt verläuft ganz okay, abgesehen von Geschrei und der Frage: „Sind wir bald da?“. Schon beim Durchfahren der Stadt sehen wir die tollen Weihnachtsdekorationen und Lichter an Bäumen, Häusern und Laternen. Die Häuser erinnern mich sofort sehr an Häuser in kleinen deutschen Dörfern oder bayrischen Städten.

Familien-Spaß im Rentiergehege

Bevor wir zu unserer Ferienwohnung fahren, stoppen wir schnell bei einem Imbiss für Burger und Pommes und gehen dann alle auch ziemlich schnell nach dem Essen und einem Film ins Bett, denn der nächste Tag ist vollgepackt mit Ereignissen. Den Samstag beginnen wir mit Pancakes und Bacon zum Frühstück. Danach begeben wir uns direkt zu einem Ort, auf den sich alle seit Wochen freuen: die Rentierfarm. Dort angekommen holen wir uns alle eine heiße Schokolade und Kekse, um uns aufzuwärmen und warten auf einen kleinen Vortrag über Rentiere.

Nach der Präsentation und einem kleinen Quiz geht es ins Rentiergehege wo man die Rentiere füttern und sogar Bilder mit einem der Rentiere machen lassen kann. Unser Liebling ist auf jeden Fall Snowflake. Sie ist so süß und lässt sich sogar, im Gegensatz zu den meisten anderen, streicheln. Nach den Rentieren besuchen wir noch Truthähne und ein kleines Kaninchen, was mit den Truthähnen spielt. Nach ein paar Fotos in dem Schlitten des Weihnachtsmanns und vor dem Eingangsschild geht es erst einmal zurück zur Ferienwohnung, wo wir ein bisschen Energie für den restlichen Tag tanken.

Kutschfahrt durch die Weihnachtsstadt

Natürlich gehen wir Mädels, das heißt, meine Gastmama, meine Größte, Addie, und ich auf einen „kleinen“ Shoppingtrip durch die Boutiquen und Bistros im Ort. Wir gehen zur „Gingerbread Factory“ (dt. Lebkuchen-Bäckerei), zu Käse- und Süßigkeitenläden sowie zu Souvenirshops. Sechs vollgepackte Tüten später gehen wir zurück zur Wohnung und holen die anderen ab, denn mein Gastvater und meine zwei kleinen Gastkinder, haben in der Zwischenzeit einen Mittagsschlaf gehalten.

Alle zusammen schauen wir uns noch mal ein wenig um und entscheiden uns dann für eine Kutschenfahrt durch die kleinen Gassen, wofür wir uns aber erst einmal 20 Minuten lang anstellen müssen. Als wir dann endlich an der Reihe sind, sind alle total aufgeregt und können gar nicht mehr warten, endlich in die Kutsche einzusteigen. Ein wenig eng ist es schon zu sechst, doch zum Glück sitze ich mit den beiden Kleinen auf einer Seite, während meine Gasteltern sich mit ihrem 4-jährigen Sohn auf eine Seite quetschen müssen. Glück gehabt!

Getreu dem Motto: Klein, aber fein

Die Fahrt geht leider nur 15 Minuten, aber die Weihnachtsbeleuchtung einmal vom nahem zu sehen während man in einer Kutsche sitzt, ist natürlich total toll. Langsam wird es dunkel und echt kalt, also machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Und schon ist der Tag auch wieder vorbei.

Leavenworth ist wirklich nicht groß und außer den Rentieren und den Shops gibt es nicht viel zu sehen und entdecken, weshalb wir am nächsten Tag in einem Café brunchen gehen und nach einem ziemlich langen Spaziergang durch die Wälder schon bereit sind wieder nach Hause zu fahren. Wir stoppen noch schnell bei der Gingerbread Factory und holen uns ein paar Lebkuchenmännchen und Kekse, steigen dann ins Auto und begeben uns auf unsere dreistündige Fahrt nach Hause.

In Lenas letztem Teil unserer Auslandsreihe „Around the World“ hat sie einen Roadtrip durch alle Staaten gemacht. Wie der verlief, lest Ihr hier.

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