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Cosy! Das Zimmer, das Lena für ein Jahr das ihre nennen wird, hat die Gastfamilie zu einem echten Wohlfühlnest hergerichtet. Hier kann man’s aushalten!

Scenarios Serie: Lenas zweiter Teil bei Around the world

„Fühl dich wie zu Hause“

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Au-pair Lena ist in den USA angekommen. Wie die erste Zeit so verläuft und mit welchen Gefühlen sie kämpft, schildert die 18-Jährige aus Marl ganz offen.

Kurz bevor ich in Spokane lande, gehen mir viele Fragen durch den Kopf: Wie wird das erste Treffen mit der Gastfamilie? Werde ich sofort gut aufgenommen? Wird mein Leben so sein, wie ich es mir vorstelle? Werde ich glücklich mit meiner Entscheidung sein? 

All diese Gedanken machen mich total aufgeregt und ängstlich, doch in dem Moment, als ich auf meine Familie treffe und ich von ihnen herzlich aufgenommen werde, verschwinden sie komplett. Sofort fühle ich mich wohl und bin glücklich, eine so tolle Familie zu haben. 

Ich bin total müde, denn ich habe vier Tage Trainingschool in New York und einen Sechs-Stunden-Flug mit einer Zwischenlandung von nur 20 Minuten hinter mir, was meinen Tag sehr stressig machte, doch ich habe es geschafft: Ich bin angekommen! 

Auf dem Weg nach Hause treffe ich auch sofort die halbe Familie und werde von allen sehr herzlich begrüßt, sofort weiß ich: Die Menschen hier sind sehr nett und aufgeschlossen, was dafür sorgt, dass ich mich sehr wohl fühle. Nun betrete ich endlich das Haus, in dem ich für ein Jahr leben und arbeiten werde. 

Girlanden und Cupcakes heißen willkommen

Meine Gastfamilie hat extra Girlanden aufgehängt und Cupcakes besorgt. Die Kinder führen mich natürlich total aufgeregt durchs ganze Haus und zeigen mir sehr stolz ihre Zimmer. Das Haus ist sehr amerikanisch mit einem Erdgeschoss, einem ausgebauten Keller, wo sich mein Zimmer befindet, und einem sehr großen Garten. Als ich mein Zimmer dann endlich nach langer Zeit in echt sehe, bin ich sehr glücklich – meine Gastfamilie hat versucht, es an mich anzupassen, sodass ich es sofort als „mein Zimmer“ betrachte. 

Nach einiger Zeit, in der ich mit den Kindern spiele und mit meiner Gastfamilie typisches amerikanisches Dinner esse, lege ich mich in mein Bett und schlafe, denn ich bin total fertig von den ganzen langen Schultagen und dem Kofferauspacken. 

Meine erste Nacht in meinem neuen Zuhause ist sehr gut und ich schlafe dementsprechend, natürlich ist es nicht so wie im eigenen Bett, aber ein Stückchen wie zu Hause fühlt es sich schon an. 

Mitfrühstücken ist am Anfang komisch 

Morgens nach oben zu gehen, um zu frühstücken, fühlt sich komisch an – doch nach kurzer Zeit überwinde ich mich und gehe hinauf. Dort begrüßen mich mein Gastvater und meine Gastkinder, natürlich fühlt es sich komisch an, sich einfach etwas zu essen zu machen und dort zu sitzen, doch es muss sich für jeden in der ersten Zeit so anfühlen, weshalb ich einfach versuche, mich wie zu Hause zu verhalten, denn das ist, was meine Gastfamilie mir die ganzen letzten Monate über Skype und Nachrichten sagte: Ich solle mich einfach wie zu Hause fühlen, und wenn ich Hunger habe, soll ich mir einfach was nehmen, denn ich bin Teil der Familie. 

Am Samstag soll ich bei einer Feier sofort der ganzen Familie vorgestellt werden. Ich bin erst mal total überfordert mit den ganzen neuen Menschen, die ich kennenlerne, doch ich verstehe mich echt gut mit allen, besonders mit den Eltern meiner Gasteltern. Besonders der Vater meines Gastvaters ist mir sofort sympathisch und erzählt mir verschiedenste Geschichten über meinen Gastvater und dessen Kindheit. Ich weiß selbst jetzt noch nicht alle Namen, doch an die wichtigsten kann ich mich glücklicherweise erinnern. 

Die Sprache ist nicht das Problem

Viele Menschen denken vielleicht, dass man am Anfang sehr unsicher ist wegen der Sprache. Doch das Gefühl habe ich von Beginn an nicht gehabt, denn für die Amerikaner ist es beeindruckend, wie gut Menschen aus anderen Ländern Englisch sprechen können. Also höre ich sehr oft: „Wow, your English is so good!“ oder „Where did you learn to speak English? It’s impossible that you only had it in school!“ Nach dem stressigen ersten Wochenende, das mit einer Abschiedsfeier eines anderen Au-pairs endet, bin ich total aufgeregt auf meine erste Arbeitswoche, die im Endeffekt besser verläuft, als ich dachte. 

Nun, nach mehr als einem Monat, fühle ich mich total wohl und kann einfach an den Kühlschrank gehen oder mich auf die Couch setzen und fernsehen, ohne mich komisch zu fühlen. Meine Gastfamilie hilft mir sehr bei meiner Eingewöhnung und hat mir oft gezeigt, dass ich ein Teil der Familie bin. Besonders unser Familienurlaub am Lake Tahoe in Kalifornien brachte uns näher zusammen. 

Meine Gastmutter ist für mich wie eine gute Freundin, mit der ich immer über alles reden kann und wir lachen oft zusammen. Auch meinen Geburtstag, der nach einem Monat Amerika anstand, machte meine Gastfamilie zu einem ganz besonderen Tag mit einem tollen Frühstück und einer Torte.

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