+
Sieht aus wie ein Kunstwerk, dennoch wollte Lena nicht länger als unbedingt nötig vor der Kaugummiwand („The Gum Wall“) in Seattle posieren. Nachvollziehbar.

Scenarios Serie: Lenas vierter Teil bei Around the world

Kaugummi, Kunst und Konzert

  • schließen

Au-pair Lena verbringt freie Wochenenden nicht nur zu Hause in Spokane. Mit ihrer Freundin Ana fährt sie nach Seattle. In kurzer Zeit erlebt sie ziemlich viel.

Ich bin total aufgeregt, denn mit meiner Freundin Ana, die ich hier kennengelernt habe, bin ich auf dem Weg nach Seattle für ein Wochenende. Ich kann gar nicht glauben, endlich die Stadt in echt und nicht nur im Reiseführer zu sehen. 

Im Hotel angekommen, sind wir nicht wirklich glücklich mit dem dreckigen Zimmer und schlafen im Endeffekt ohne Decke und auf Handtüchern, um so wenig wie möglich zu berühren. Nach einer schlimmen Nacht geht es dann leider sehr unausgeschlafen downtown. Übernächtigt und aufgekratzt fangen wir an, Seattle zu erkunden. 

Sofort fällt mir auf, dass, obwohl die Stadt ziemlich groß ist, es dort echt ruhig und entspannt ist. Wir nehmen uns vor, Downtown Seattle zu besichtigen, das heißt, zuerst gehen wir zum berühmten Pike Place Market, wo meine Freundin Ana und ich sofort erst mal ein kleines Fotoshooting machen. Der Pike Place Market ist ein sehr alter Markt, wo es alles Mögliche gibt, zum Beispiel frisches Obst, Fisch, Handgemachtes sowie Cafés und Restaurants. 

The Gum Wall ist echt ekelig

Anschließend machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ort auf der Liste: The Gum Wall! Hört sich ekelig an, ist es auch. Es ist eine Wand vollgeklebt mit gekautem Kaugummi und je näher man kommt, desto komischer kommt es einem alles vor. Wir halten unseren Stopp hier also eher kurz und gehen weiter, um eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen, bevor es auf eine einstündige Hafenrundfahrt geht. Obwohl es sehr kalt ist, macht es sehr viel Spaß auf einem Schiff zu sein.

Im Aquarium kann man sogar Fische streicheln 

Zurück am Hafen starten wir zum Seattle Aquarium, in dem wir fast zwei Stunden verbringen und uns auch einige Shows und Fütterungen anschauen. Dieses Aquarium ist wahrscheinlich das Schönste, was ich je gesehen habe. Man kann sogar Fische streicheln! Nach einem Frankfurter mit Sauerkraut im Brötchen machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Stop: Hafenstadt Tacoma. 

Erlebnis mit den Jonas Brothers

In unserem Airbnb angekommen machen wir uns fertig für den Abend, denn für uns geht es heute zum Jonas Brothers-Konzert im Tacoma Dome. In der Halle machen wir uns, nachdem wir Snacks und Getränke besorgt haben, auf den Weg zu unseren Plätzen. Wir haben Karten für den „dance floor“, der sich im hinteren Teil der Arena befindet. Na ja, perfekt sind die Plätze nicht, da wir genau hinter den Kameras und Bildschirmen stehen – aber das Hören ist ja das Wichtige. Doch Überraschung: Die Jonas Brothers singen auf der kleinen Bühne genau vor uns und dann auch noch meine drei Lieblingslieder! Obwohl ich von den Konzertbesuchern hinter uns gegen die Barriere gedrückt werde, bin ich total glücklich, da mit diesem Moment einer meiner Kindheitsträume wahr wird: Endlich sehe ich Nick Jonas in echt. Was für ein toller Samstag! 

Wunderschöne Aussicht vom Space Needle 

Auch für den nächsten Tag haben wir einiges Schönes in Seattle geplant: Space Needle, Museum of Pop Culture und Chihuly Garden and Glass. Zuerst machen wir uns auf den Weg zur Space Needle. Dieses Ding ist riesig! Von oben, dem 184 Meter hohen Aussichts- und Restaurantturm, haben wir trotz leichten Nebels eine wunderschöne Aussicht und wir wollen eigentlich gar nicht mehr weg.

Doch wir haben ja noch viel vor, also holen wir uns schnell eine heiße Schokolade, um Energie zu tanken, und gehen los zu Chihuly Garden and Glass. Das entpuppt sich zwar als schön, aber nicht als aufregend. Eigentlich klar, es ist halt ein Garten und eine Ausstellung von abstrakten Glasfiguren.

Das Museum of Pop Culture gefällt uns da schon besser. Dort gibt es für jeden etwas: Musik, Science Fiction, Horror, Fantasie, Videospiele und sogar kleine Studios, in denen man eigene Musik machen und aufnehmen kann. Da wir langsam hungrig werden, gehen wir schnell zu einem Restaurant, das wir leider nicht auf unserer Seite Washingtons haben: Cheesecake factory. Wie der Name schon sagt, gibt es dort sehr guten Käsekuchen, aber auch normales Essen. Also essen wir dort zu Mittag und teilen uns danach einen der Käsekuchen. Einfach nur lecker! Die zehn Dollar sind diese Kuchen auf jeden Fall wert!

Vollgefuttert und glücklich endet unser Wochenendtrip. Ana und ich machen uns auf den Weg zurück ins schöne und ruhige Spokane. Verglichen mit Spokane sind die Leute in Seattle nicht ganz so offen, aber hektisch ist Seattle auf jeden Fall nicht, was mich sehr erstaunt hat.

INFO: Lena Schulz (18, Marl) verbringt ein Jahr in Amerika. In Spokane, einer Stadt in Washington, wird sie sich als Au-pair um zwei Mädchen und einen Jungen kümmern. Eines ihrer größten Ziele ist es, so viel wie möglich von Amerika zu sehen und viele neue Erfahrungen zu sammeln. Was sie alles so in diesem Jahr erlebt, wird sie bei Scenario schildern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Schlossweihnacht in Horneburg: Dattelner trotzen der eisigen Kälte für den Familien-Bummel
Schlossweihnacht in Horneburg: Dattelner trotzen der eisigen Kälte für den Familien-Bummel
Dennis Adamczok verlässt den TuS 05 Sinsen mit sofortiger Wirkung
Dennis Adamczok verlässt den TuS 05 Sinsen mit sofortiger Wirkung
Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Böhmermann poltert derb im Streit um Greta: „Endlich Dieter Nuhr die Fresse polieren“
Böhmermann poltert derb im Streit um Greta: „Endlich Dieter Nuhr die Fresse polieren“
Mine O. (26) tot: Ehemann verhaftet - im Interview beteuerte er noch seine Unschuld
Mine O. (26) tot: Ehemann verhaftet - im Interview beteuerte er noch seine Unschuld

Kommentare