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Einmal New York sehen – für Lena geht hier gerade ein echter Lebenstraum in Erfüllung.

Lenas erster Teil bei Around the world

Auslandsjahr - alles nicht so einfach, oder?

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Als Au-pair nach Amerika. Lena nimmt Scenario-Leser mit auf ihre Reise. Im ersten Teil geht's aber erst um Organisatorisches.

Wenn man kurz vorm Ende der Schulzeit steht, kommen viele Fragen auf: „Was soll ich nach der Schule machen?“ „Soll ich sofort studieren?“ „Möchte ich hierbleiben oder doch lieber weggehen?“ All diese Fragen habe ich mir auch gestellt und mich entschieden, nicht sofort zu studieren, sondern erst ein Jahr etwas anderes zu machen. Und da ich hier bei Scenario in der Reihe „Around the world“ schreibe, könnt Ihr Euch wahrscheinlich schon denken, was dieses „andere“ ist … Richtig, ich habe mich entschlossen, meine Heimatstadt Marl für eine längere Zeit zu verlassen. 

Aber was soll ich tun? Wieder diese Fragen: „Lieber Work-and-Travel, FSJ oder doch was ganz anderes?“ Mein Entschluss nach einiger Zeit des Überlegens: Ich möchte ein Jahr als Au-pair verbringen, das heißt, dass ich bei Gasteltern wohne und auf deren Kinder aufpasse. Man könnte sich fragen: „Wie bist du auf die Idee gekommen?“ 

Na ja, die Idee kam mir schon vor einigen Jahren, als ich darüber nachdachte, wie ich meine Liebe zum Reisen und zu Kindern kombinieren könnte. Ein Au-pair-Jahr schien mir also perfekt zu sein! Richtig beschäftigt und informiert habe ich mich jedoch erst Mitte 2018. Ich durchforstete das Internet und informierte mich über fast jede Organisation, die ein Au-pair-Jahr anbietet. Da gab’s natürlich viele, aber sie haben sich immer etwas unterschieden. Zuerst war ich mir zu 100 Prozent sicher, dass es für mich nach Australien oder Neuseeland gehen wird, doch als ich auf einer Auslandsaufenthalts-Messe mit der Organisation „Cultural Care“ sprach, änderte sich meine Meinung. Denn ich wollte mein Jahr mit ihr verbringen, da ich mich bei dieser Organisation gut aufgehoben fühlte. 

Bewerben, freischalten lassen, Familie suchen 

Doch einen Haken gab es: Die Organisation bietet nur Aufenthalte in Amerika an – und eben nicht in Australien oder Neuseeland. Also hieß es für mich: Mein Zuhause wird für ein Jahr wohl Amerika sein. Auch gut, aber das ist alles nicht so einfach, wie man denkt. Zuerst musste ich mich bei „Cultural Care“ bewerben und wurde dann auch schnell für Gastfamilien freigeschaltet, die mich dann anfragen und mit mir sprechen konnten. 

Als ich nach zwei Monaten Gastfamiliensuche dann endlich meine perfekte Familie gefunden hatte, war ich natürlich überglücklich. Die Familie wohnt in Spokane, einer Stadt im Staat Washington, und besteht aus Mutter, Vater und drei Kindern, zwei Mädchen (anderthalb und fünf Jahre alt), einem dreijährigen Jungen und einem Hund. Da ich deren erstes Au-pair werden sollte, war es natürlich nicht nur für mich, sondern für alle sehr aufregend und besonders. 

Nach Familien-Findung fing der Stress an

Doch neben der Freude fing dann erst der Stress so richtig an: Visum, Reisepass, Gesundheitszeugnis, und, und, und mussten alle innerhalb kurzer Zeit besorgt und erledigt werden. Zwischen mir und meinem Abenteuer stand „nur noch“ mein Abitur, das ich neben den ganzen Besorgungen machte. Als das geschafft war, stand mir nichts mehr im Wege – und die Aufregung wurde immer größer. Auch meine Gastfamilie wurde immer aufgeregter. 

Ihre Nachrichten wie „We are so excited to have you come!“ oder „Can’t wait to meet you soon!“ machten mich immer glücklicher und aufgeregter und ich fühlte mich total gut aufgehoben und aufgenommen in der Familie, obwohl ich sie, außer auf Skype, noch nie zuvor gesehen hatte. 

Wie packt man für ein ganzes Jahr?

Bald hieß es auch schon Koffer packen, aber wie zur Hölle packt man für ein ganzes Jahr? Natürlich kamen mir sofort tausende Sachen in den Sinn, die ich unbedingt mitnehmen musste, wie zum Beispiel alle meine Lieblingspullover, mein Lieblingsparfüm, meine liebsten Süßigkeiten aus Deutschland und so weiter und so fort, denn ich wollte mich ja schließlich von Anfang an wohlfühlen, doch im Endeffekt ging das natürlich nicht alles mit. Oft wurde ich gefragt, wie es mir denn damit ginge, bald weg zu sein. Jeder, der diese Frage stellte, erwartete zu hören, dass ich Angst hatte, doch die hatte ich nie. Und das sollte sich als richtig herausstellen: Ich bin mittlerweile in den USA angekommen und habe Abschiednehmen von meiner Familie und meinen Freunden zu Hause genauso überstanden wie das Ankommen in der Gastfamilie. Ich freue mich schon sehr, meine Erlebnisse und Erfahrungen mit Euch hier bei Scenario in den nächsten zwölf Monaten teilen zu können!

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