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Im Zoo von Sydney konnte Linn den heimischen Koalas ganz nah kommen.

Scenarios Auslandsreihe: Linns siebter Teil aus Sydney

Besuch im Land der Koalas

  • vonLinn Stepputtis
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Linns nächster Stop ist Sydney, wo sie sich erst mal wieder an die westlichen Preise gewöhnen muss. Hier, am anderen Ende der Welt, trifft sie sogar Leute aus der Heimatstadt.

Es geht wieder weiter für uns, diesmal aber im Anflug auf einen neuen Kontinent! Nach eineinhalb Monaten in Indonesien heißt unser nächstes Ziel Australien. Viele junge Leute gehen für eine längere Zeit nach Australien, da sich das Land perfekt für eine mehrmonatige Reise anbietet. Australien hat so viel zu bieten, sei es das Outback, strahlend weiße Strände oder volle moderne Großstädte und nicht zu vergessen die riesige Tiervielfalt. 

Wir aber machen lediglich eine Woche Stopp auf dem roten Kontinent. Nach knapp sechs Stunden landen wir in Australien. Ein neues Land mit einer neuen Zeitzone und einer neuen Währung – all das erwartet uns in Sydney. Hier wohnen wir für eine Woche im „Wake up“-Hostel (super empfehlenswert!). Es ist früh morgens, als wir ankommen. Wir nehmen uns ein Uber, machen uns kurz frisch und dann sind wir auch schon verabredet. 

Denn eine gute Freundin von Alina, meiner Reisegefährtin, arbeitet für ein Jahr in Australien als Au-pair. Da sie in der Nähe von Sydney wohnt, treffen wir uns gleich am ersten Tag mit ihr und gehen gemeinsam frühstücken. In einem kleinen Café, nicht weit weg von unserer Unterkunft, lassen wir uns nieder. Doch als Alina und ich die Speisekarte überfliegen, fallen uns fast die Augen aus dem Kopf! Denn die australischen Preise, die sich eher an den westlichen Preisen orientieren, sind wir nach drei Monaten Asien natürlich nicht mehr gewohnt. Wir staunen ganz schön, als wir für unsere beiden Frühstücktoasts ganze siebzehn Dollar zahlen. Aber nun ja, wir sind jetzt eben wieder in einer Großstadt unterwegs. 

Trotz des Preises war das Frühstück sehr lecker und wir machen uns gut gestärkt direkt zu dem berühmtesten Wahrzeichen Sydneys auf: dem Opera House. Das Opernhaus bedeckt eine Fläche von rund 1,8 Hektar. Dementsprechend mächtig wirkt dieses Bauwerk auf einen, wenn man davor steht. Nach der kurzen Sightseeing Tour schlendern wir gemütlich durch einen riesigen Park zurück zu unserem Hostel. 

Mittags dürfen wir dann unser Zimmer beziehen und knüpfen direkt Kontakt zu unseren Mitbewohnern. Wir schlafen in einem Vier-Bett-Zimmer und witzigerweise kommen die beiden auch aus Deutschland. Gesprächsthemen sind sofort gegeben und wir vier verquatschen uns den gesamten Nachmittag. Es ist wirklich schön nach drei Monaten einmal wieder Deutsch zu hören. Dazu kann ich kurz sagen, dass wir uns auf der Reise meistens dazu entschieden haben, einen gemischten Schlafsaal zu buchen, da eigentlich alle Leute in Hostels so super entspannt sind und die getrennten Badezimmer reichlich Platz für Privatsphäre lassen. 

Ein Hoch auf das Hostel-Leben

Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarkt und unserem Abendessen, unterhalten wir uns noch einige Stunden mit den neuen Mitbewohnern, bis wir endlich schlafen. Und genau das ist meiner Meinung nach das Schöne am Hostel-Leben. Man trifft überall, sei es im Fahrstuhl, im Badezimmer oder in der Küche auf andere Leute, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann und auch zusammen Sachen unternehmen kann. 

Nicht so wirklich ausgeschlafen, aber neugierig auf alles Neue, was die Stadt zu bieten hat, machen wir uns mit dem Bus auf nach New Town. Dort gibt es super viele stylische Läden, coole Second-Hand-Shops und alles andere, was das Herz begehrt. Nachdem wir dort den Vormittag verbracht haben, geht es wieder in den Bus. Unser nächster Stopp für heute ist einer der bekanntesten Strände der Welt. Die Bustüren öffnen sich und direkt vor uns liegt der berühmte Bondi Beach. 

Heimische Bekannte in den Clubs von Sydney 

Wir laufen ganz gemütlich die Strandpromenade entlang, beobachten auf einer Bank die Leute, die hier am Strand unterwegs sind, und machen natürlich Bilder am bekannten Freibad, dessen großes Schwimmbecken ins Meer ragt. Nach einigen Stunden Meeresluft fahren wir wieder zurück: Denn heute Abend geht es mal wieder richtig feiern. Wir sind mit Alinas Freundin und ihren Freundinnen verabredet. Sie zeigen uns über den Abend verteilt die besten Clubs der Stadt und zufällig treffen wir sogar noch zwei Schulfreundinnen, mit denen wir letztes Jahr Abitur gemacht haben. Tja, so klein ist die Welt! 

Mit einer winzigen Portion Schlaf und einem kurzen Frühstück nehmen wir am nächsten Tag an einer kostenlosen Walking Tour durch Sydney teil, welche vom Hostel angeboten wird. Ein Tourguide führt uns mit weiteren Reisenden quer durch Sydney und zeigt uns die Hotspots, aber auch ein paar Insider-Tipps in der Stadt. Am Ende der Tour kann man dann selber entscheiden, ob und wie viel man für die Tour zahlt. 

So etwas und noch viele andere Aktionen und Unternehmungen werden von fast allen Hostels angeboten und sind total super, um weitere Leute kennenzulernen und günstig die Stadt zu entdecken. An unserem vorletzten Tag besuchen wir noch den Sydney Zoo und sehen und lernen wirklich viel über die Tierwelt in Australien – auch ein empfehlenswerter Abstecher. Eine Woche Sydney ist nun auch schon wieder vorbei und ich kann definitiv sagen, das war nicht das letzte Mal, dass ich nach Australien gereist bin. Die Australier und auch alle anderen Menschen, die wir hier kennengelernt haben, waren immer äußerst freundlich und aufgeschlossen. 

Australien hat noch so viel zu bieten und das in wirklich allen Bereichen: Sei es mit einem Camper an der Küste entlangzufahren oder von Hostel zu Hostel zu ziehen, ob Großstadt oder pure Natur. Australien, wir kommen definitiv wieder! Unser nächstes Ziel ist zehn Flugstunden von uns entfernt und für die nächsten zwei Monate unser neues Zuhause. Dazu bald mehr !

Anm. d. Red.: Linns „Around the World“-Texte sind Nacherzählungen ihrer Reise, sie ist aktuell bereits zurück in Deutschland. Während der Corona-Krise ist eine solche Reise natürlich nicht möglich!

Kristina hat ihren Aufenthalt in Australien nach langem überlegen abgebrochen. In ihrem letzten Text erzählt sie von ihrer Entscheidung und ihren letzten Tagen in Sydney. 

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