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Juhu – Pia ist wieder zu Hause angekommen!

Pia in Dänemark

Am Ende ein besonderes Gefühl

Letzter Teil - Der Wecker klingelt, ich wache auf und bin direkt hellwach, denn heute ist der letzte Tag, an dem ich zur Uni fahren werde. Ja, heute ist schon mein letzter Tag an der dänischen Universität. Ein komisches Gefühl. In der Uni haben wir nur Gespräche mit unseren Dozenten über die bevorstehende Hausarbeit, die wir noch in unseren Heimatländern schreiben müssen und zum Abschluss frühstücken wir gemeinsam. Unsere Dozenten haben für Essen und Getränke gesorgt und während wir essen, reden wir darüber, wie es für uns jetzt weitergehen wird.

Als die Dozenten gehen, bleiben wir Auslands-Studenten noch ein bisschen im Raum, aber irgendwann lösen wir uns auch auf und ich muss anfangen den Ersten „Goodbye“ zu sagen. Es fühlt sich eher an wie ein Freitag an, so, als würde ich sie am Montag alle wiedersehen.

Am Abend gehe ich mit ein paar befreundeten Mädels zum Abendessen, es gibt kleine Abschiedsgeschenke und danach genießen wir zum letzten Mal das dänische Nachtleben. Als wir uns spätnachts voneinander verabschieden, weil drei schon am nächsten Morgen fliegen, fließen fast die ersten Tränen. So gut haben wir uns verstanden, so viel haben wir erlebt und noch viel mehr haben wir zusammen gelacht. Das deutsche Mädchen werde ich ohne Schwierigkeiten besuchen können, aber die anderen Mädchen aus den verschiedenen Teilen Spaniens nicht ganz so einfach, aber wir versprechen uns, uns auf jeden Fall zu besuchen. Ich werde noch fünf Tage in Dänemark bleiben.

Ein letztes Mal steht Sightseeing an

Am nächsten Tag kommt mich auch noch eine Freundin aus Deutschland besuchen. Tagsüber machen wir das Sightseeing-Programm durch Kopenhagen und abends treffen wir andere Freunde aus Dänemark zum letzten Mal. Während meine Freundin wieder im Flieger sitzt, merke ich, jetzt wird es auch für mich ernst – jetzt bleibt mir auch nur noch ein Tag. Also packe ich, mache letzte Besorgungen, wie zum Beispiel Postkarten kaufen, was ich vorher immer vergesse habe, und bringe mein Zimmer auf Vordermann.

Am nächsten Tag um neun Uhr fährt dann der Bus los, der uns nach Hause bringen soll. „Uns“ – das sind meine aktuelle Mitbewohnerin und ich. Meine Mitbewohnerin hat sich spontan dazu entschlossen, mich nach Deutschland zu begleiten. Yewon kommt aus Südkorea und war bis jetzt nur einmal in Deutschland, in Berlin. Ich werde ihr jetzt noch einen anderen Teil von Deutschland zeigen, meine Heimat. Für mich macht es den Abschied auch einfacherer, weil ich Yewon wahrscheinlich sehr vermissen werde.

Mit dem Bus klappt alles ohne Probleme, wir haben sogar noch eine zweistündige Pause in Hamburg, wo uns eine Freundin von mir noch schnell die Elbphilharmonie zeigt, sodass Yewon einen ersten kleinen Eindruck aus Hamburg mitnehmen kann.

Abends, nach 25 Stunden, erreichen wir endlich NRW und werden freudig von meiner Familie in Empfang genommen. Meine Familie und Yewon kennen sich auch schon, weil meine Familie mich in den Herbstferien in Dänemark besucht hatte.

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug, ich zeige ihr Dortmund, Düsseldorf, Köln und meine Wohnung in Mönchengladbach. Zurzeit wohne ich aber bei meinen Eltern in Waltrop, also zurück dorthin! Yewon kocht koreanisches Essen für uns, das super lecker ist und wir essen natürlich Currywurst, die ihr auch sehr gut schmeckt. Das einzig Schwierige ist teilweise die Sprache, da Yewon kein Deutsch spricht und beim Familienbesuch vorrangig deutsch gesprochen wird. Aber ich versuche, ihr die Hauptpunkte zu übersetzen, dass sie wenigstens weiß, worüber wir sprechen.

Doch auch dieser Aufenthalt ist nach einer Woche wieder vorbei und Yewon fährt zurück nach Kopenhagen, wo sie noch mindestens zwei Jahre studieren wird. Ich werde sie aber auch jeden Fall noch mal besuchen fahren.

Als Yewon weg ist, wird auch mir klar, es ist schon wieder vorbei. Die vier Monate sind wie im Flug vergangen und ich habe viel gelernt. Das Studieren im Ausland war für mich eine neue Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich habe viele neue Freunde auf der ganzen Welt gefunden und kann viele neu erlernte Fähigkeiten nachher in meinem Beruf nutzen.

Pia Friedl (22, Waltrop) ging für ein Semester nach Kopenhagen. Dort hat sie „Childhood in a Nordic perspective – a Danish setting“ studiert. Pia wohnte mit drei weiteren Studentinnen, dem Vermieter und mit dessen Tochter zusammen. Was sie in ihrem Auslandssemester alles so erlebte, schilderte Pia ausführlich bei Scenario.

Ich kann nur „Danke“ sagen, danke für alle, die mir diese Zeit ermöglicht haben und danke an alle, die diese Zeit so unvergesslich gestaltet haben. Zu der Frage, die mir vor dem Auslandssemester jeder stellte, warum ich das mache, kann ich nur sagen, genau deswegen – genau wegen dieses Gefühls, das ich am Ende habe. Und weil ich zurückgucken und sagen kann, es war alles wert und es war eine tolle Zeit!

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