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„Welcome to Spokane“: Lenas Familie zu Besuch in ihrer Heimat auf Zeit.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas sechster Teil bei "Around the World"

Heimatfeeling in den Staaten

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Lena bekommt endlich lang ersehnten Besuch von ihrer Familie aus Marl. Der Aufenthalt ist gut gefüllt mit eisigen Spaziergängen, Kino-Abenden und einem Besuch in Seattle.

Ganz aufgeregt sitze ich auf der Couch meiner Gasteltern, denn endlich ist es soweit: Meine Familie wird in wenigen Stunden in Spokane ankommen und mich besuchen. Ich packe also schnell meine Sachen, da ich die Nacht in der Ferienwohnung meiner Familie verbringe. Das Plakat, welches ich für meine Eltern als Begrüßung gemacht hatte, darf natürlich nicht fehlen, weswegen ich dieses als erstes einpacke.

Bevor ich es überhaupt richtig realisieren kann, sind meine Freundin und ich auch schon auf dem Weg zum Flughafen. Es fühlt sich total surreal und komisch an daran zu denken, dass meine Eltern und mein Bruder in einigen Minuten neben mir stehen werden. 

Zehn Minuten später sind wir auch schon am Flughafen und begeben uns in die Ankunftshalle. Dort warten wir – meiner Meinung nach viel zu lange – bis die ersten Menschen vom Flug Denver-Spokane in die Halle kommen und dann sehe ich sie: Zuerst kommt mein Bruder um die Ecke und dann auch schon meine Eltern. Wie meine Freundin vorher gewettet hatte, fange ich sofort an zu weinen und renne auf sie zu. Nach vielen Umarmungen und Tränen, geht es endlich los zur Ferienwohnung. 

Am nächsten Morgen zeige ich meiner Familie, meinen Teil der Stadt, in der ich mittlerweile schon fast sechs Monate lebe. Im Gegensatz zu New York und Washington DC, wo sie vorher für einige Tage waren, ist Spokane eine echt kleine Stadt und hat nicht so viel zu bieten, doch das ist genau das, was ich persönlich so gut an Spokane finde. Es ist eine sehr typisch amerikanische Stadt, jedoch ohne den ganzen Stress und Lärm wie in New York oder San Francisco.

Angst vor peinlicher Stille bleibt unbegründet

Natürlich muss ich meine Familie zu meinem Lieblingsort – Target – mitnehmen. Danach stoppen wir kurz in ihrer Wohnung und machen uns auf den Weg zu meiner Gastfamilie, wo wir ein gemeinsames Dinner haben. Ich bin total aufgeregt und habe Angst, dass meine Familien sich nicht gut verstehen oder, dass Probleme mit der Sprache aufkommen werden, die dann in einer unangenehmen Stille enden. Aber völlig umsonst: Das Dinner verläuft total toll und alle verstehen sich super. 

Natürlich kommen einige Vokabelprobleme auf, aber die lösen sich alle einfach und ohne unangenehme Stille. Auch die Kinder mögen meine Eltern und meinen Bruder total, es werden Bücher vorgelesen, Hot-Wheels-Strecken aufgebaut und Armbänder gebastelt. 

Nach dem schönen Abend bin ich echt erleichtert und glücklich, denn zu sehen wie beide Familien sich so gut verstehen, ist einfach toll. Unser Ziel für den nächsten Tag ist Coer d‘Alene in Idaho. Die Stadt ist zwar klein, aber sehr bekannt für Touristen. Besonders im Sommer leben dort viele in ihren Seehäusern. 

Auch wenn die Stadt eher ein Sommerziel ist, gefällt sie meiner Familie echt gut, doch wieder ist nicht so viel zu sehen, da Coer d’Alene sogar noch kleiner ist als Spokane. Also verbringen wir im Endeffekt nur circa drei Stunden dort und stoppen auf dem Rückweg noch bei der Spokane Valley Mall, da diese eine ziemlich typisch amerikanische Mall ist und fahren danach zurück nach Spokane, da mein Bruder und mein Vater von meinem Gastvater zu einer privaten Star Wars Show eingeladen wurden. Also geht es für die beiden ins Kino und für meine Mama und mich zum Shoppen. Nach einiger Shopping-Zeit entscheiden wir uns jedoch in meinem Zimmer Fernsehen zu schauen und ein bisschen zu puzzeln, da wir das zuhause auch immer gemacht haben. 

Abstecher in die Berge von Spokane

Weil meine Familie ein wenig von der schönen Natur in Washington sehen will, machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Mount Spokane State Park, ein Nationalpark mit Bergen, der sehr bekannt für Schlitten-, Snowboard- und Ski-Fahren ist. Wir wandern also ein wenig durch den Schnee und machen Bilder von der schönen Aussicht vom Berg. Auch für mich ist es etwas Besonderes, da ich vorher selbst noch nie da war. 

Meine Familie wollte für ihren Aufenthalt das komplette amerikanische Programm, deshalb schauen wir zusammen am Abend das Seahawks Football-Spiel. Meine Mutter ist jedoch nicht ganz so interessiert an Football, weshalb sie lieber mit mir in meinem Zimmer sitzt und einen Film schaut. Einige Tage nach der Anreise meiner Familie geht es auf den wohl interessantesten Trip: Seattle. Wir fahren früh morgens los und schauen uns alle wichtigen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Space Needle, den Hafen und die Bubblegum Wall an. 

In den Tagen danach machen wir eher entspannte Sachen wie zum Beispiel den Manito Park besuchen und Essen gehen. Und dann kommt auch schon der letzte Abend, den wir wieder bei meiner Gastfamilie verbringen, um noch einmal mit einem Dinner Tschüss zu sagen und meiner Mutter eine Chance zu geben, mit meiner Gastmama über meine Pläne zu sprechen. Natürlich ist der nächste Morgen sehr schwer, besonders, da ich, nachdem ich meine Eltern abgesetzt habe, alleine nach Hause fahren muss und den halben Weg weine.

Alles in allem waren die Tage aber super schön und ich bin einfach nur glücklich, dass meine Familie ein bisschen mehr über mein zweites Zuhause und meine zweite Familie gelernt hat. (Lena Schulz)

Das ist bei den anderen Reisenden los:

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