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Das fände Greta gar nicht gut: Freitag Umweltdemo, Samstag Kurztrip per Flieger. Und dann noch Coffee to go!

Meinung zur Greta-Thunberg-Bewegung

Fridays for Future: Von der Demo zum Flughafen?

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Fridays-for-Future-Demos sind super, keine Frage. Doch manche Demonstranten verhalten sich in einigen Dingen inkonsequent, meint Jugendredakteurin Johanna.

Greta und ihre „Zukunftsfreitage“ – dieses Thema ist im Moment recht umstritten. Ich persönlich habe nichts gegen die engagierte Schwedin und ihre Aktionen – im Gegenteil, ich finde es super, wenn sich meine Generation für unsere Zukunft einsetzt. Allerdings habe ich selbst noch nie an einer solchen Demonstration teilgenommen. Warum? Das werde ich Euch jetzt erklären. 

Erst kürzlich ist Greta Thunberg, die junge Klimaschutzaktivistin, mit einem Segelboot nach New York gefahren. Es ist doch toll, dass sie es so ernst nimmt, es sich nicht so leicht macht und auf das Flugzeug verzichtet, würden manche sagen. 

Doch habt Ihr auch mal an die anderen Leute gedacht, die an den Fridays for Future teilnehmen? Ich glaube nicht, dass alle so konsequent sind wie Greta. Möglicherweise wurden sie sogar von ihren Eltern mit dem Auto gebracht oder gehen anschließend noch bei H&M oder Primark shoppen und bekommen dann auch noch eine Plastiktüte, weil die neuen („unfair“ produzierten) Klamotten natürlich nicht im Rucksack oder in der Handtasche zerknittern sollen. Was ist daran bitte umweltfreundlich und nachhaltig? 

Versteht mich nicht falsch, es gibt bestimmt viele, die nicht nur freitags an die Umwelt denken und Gretas Gedanken, wo immer sie können, folgen. Aber ich denke, dass viele nicht auf Gewohntes verzichten wollen. 

In der Schule und konsequent geblieben

Vor Kurzem war fast meine gesamte Klasse auf einer Fridays-for-Future-Demo. Ich war eine der wenigen, die in der Schule geblieben sind. Eigentlich hätten wir an diesem Tag eine Englischarbeit geschrieben, die dann jedoch verschoben werden musste. Unentschuldigte Fehlstunden gab es übrigens auch keine. Jetzt kann man sich fragen, warum ich nicht mitgefahren bin und die Chance genutzt habe, nicht zur Schule zu gehen. Ich hätte es falsch und inkonsequent gefunden, denn ich wusste, dass wir in den Sommerferien in den Urlaub fliegen und dass ich auch gerne mal bei H&M oder Primark einkaufen gehe. 

Meiner Meinung nach sollte man nur zu Fridays for Future gehen, wenn man an seinem eigenen Leben etwas verändert hat. Genau das vergessen manche und dann machen sie andere darauf aufmerksam, etwas zu verändern. Man merkt, dass es bei dem einen oder anderen ein sehr widersprüchliches Verhalten ist. Ich möchte erst bei mir anfangen und vielleicht öfter mit dem Rad fahren oder Glas- statt Plastikflaschen benutzen, bevor ich bei einem Friday for Future demonstrieren gehe.

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