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Wenn es doch so einfach wäre: „Ich vermiss dich“ auf den Zettel schreiben und schon kommt der Lieblingsmensch zurück.

Das Gesetz der Anziehung

Wünsche auf dem Zettel

Das „Gesetz der Anziehung“ – „The Law of Attraction“ – scheint gerade überall in den sozialen Netzwerken herumzuschwirren und überhaupt ziemlich „in“ zu sein. Doch was bedeutet es überhaupt? Ist es eine Religion, eine Lebensphilosophie, oder einfach nur Schwachsinn? All diese Fragen habe ich mir gestellt und bin dabei auf ein paar recht interessante Antworten gestoßen.

Meine erste Begegnung mit diesem Prinzip war noch recht vage und wackelig und hat mich so gar nicht überzeugt. Es war ein Video, in dem eine junge Frau von ihren Erfahrungen mit diesem Prinzip berichtet. Sie hat ihren Traummann auf einem Zettel beschrieben, diesen total vergessen – und in der Zwischenzeit ist ihr Traummann, quasi als getreues Abbild ihrer Vorstellung, in ihr Leben getreten. Den Zettel hat sie dann erst später wiedergefunden und das Video gedreht, das ich gesehen habe. Also, stopp mal! Ich schreibe alles, was ich mir wünsche, auf einen Zettel, vergesse ihn und alle meine Wünsche gehen in Erfüllung? So habe ich das verstanden.

Positive Gedanken führen zu schönen Erlebnissen

Bei genauer Recherche zeigt sich jedoch, dass es gar nicht so einfach ist. Das Gesetz der Anziehung geht davon aus, dass alles aus Schwingungen besteht und sich ähnliche Schwingungen anziehen. Das bedeutet, dass wir Dinge anziehen, die eine ähnliche Schwingung haben wie wir. Positive Gedanken ziehen so positive Erlebnisse in unser Leben. Es geht aber auch anders.

Wenn wir zum Beispiel mit dem falschen Fuß aufgestanden sind und sich Unfälle und Missgeschicke an diesem Tag aneinanderreihen und er sich in einen Albtraum verwandelt. Auch das ist das Gesetz der Anziehung. Erst mal ganz schlüssig, finde ich. Wenn man das Ganze jedoch wirklich für sich nutzen will, dann bringt es eben nichts, sich was zu wünschen und fest daran zu glauben. Man muss handeln, sich immer wieder vorstellen, wie man seine Ziele erreicht und dann wird das Gesetz der Anziehung den Rest tun.

Ich finde die Vorstellung des Gesetzes der Anziehung sehr schön. Immerhin bedeutet es doch, dass wir alles erreichen können, wenn der Wunsch von Herzen kommt und wir alles dafür tun würden.

Es gibt aber auch Teile, an denen ich zweifle. Denn wenn man dieses Prinzip übertreibt und bis zum Ende denkt, was ist dann mit all dem Schlechten auf der Welt? Was ist mit Krankheiten, Naturkatastrophen oder Kriegen? Wenn man dem Gesetz der Anziehung glauben darf, dann ziehen wir auch das in unser Leben. Denn wir ziehen ja alles in unser Leben. Es ergibt Sinn, dass man Dingen, vor denen man Angst hat, Macht über sich verleiht. Das kann ich nachvollziehen. Doch was ist mit den Leuten, die unglaublich positiv und voller Lebensfreude sind und dann krank oder beklaut werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand diese Dinge in sein Leben zieht – egal, wie bewusst oder unbewusst das Ganze abläuft.

Ich denke, wir können alle etwas von dem Gesetz der Anziehung lernen. Die Frage ist jedoch, wie sehr man sich darauf einlässt und wie sehr man aus solchen Ideen und Weltanschauungen für sich einen Sinn zieht.

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