Hände werden aus einem hochgewachsenen Maisfeld empor gereckt. Mehr ist von dem Menschen nicht zu sehen. Am Himmel hängen große Wolken.
+
Wir hoffen einfach mal, dass Anna nicht ganz so im grünen Wust untergeht, wie das Fotomodell ...

Ein Dschungel in den eigenen vier Wänden

Grüne Liebe wuchert schnell

  • vonAnna Päseler
    schließen

Anna hat den Trend der Begrünung für sich entdeckt. Seitdem sammeln sich die Pflanzen in ihren vier Wänden, doch jetzt ist Schluss.

Wenn man durch Instagram scrollt, bekommt man zeitweilig das Gefühl, das Pflanzen in diesem Jahr ein richtiger Trend geworden sind. Vielleicht ist der Ansturm auf die Baumärkte im Frühjahr schuld, vielleicht auch das Bedürfnis der Menschen nach „Gesellschaft“ während des Lock-Downs. Vielleicht gab es diesen Trend auch schon, bevor ich ihn mitbekommen habe. Aber was soll ich sagen? Es hat mich auch total erwischt.

Es fing mit ein paar kleinen Topfpflanzen an. Dann artete es aus in noch mehr kleinen Topfpflanzen, die mit der Zeit jedoch größer wurden. Und schließlich kaufte ich mir eine Monstera Deliciosa. Und dann kamen noch ein paar weitere grüne Freunde dazu, die teilweise auch draußen auf dem Balkon ihr Territorium eingerichtet bekommen haben.

Komplett begrünte Möbelstücke

Damals wohnte ich noch in meiner eigenen Wohnung in Berlin. Vier Räume und ein kleiner Außenbereich konnten problemlos von meinen grünen Mitbewohnern bevölkert werden. Jetzt ist allerdings (erst mal) Schluss. Nicht weil ich zur Besinnung gekommen bin, sondern weil ich samt Pflanzenanhang zurück zu meiner Familie in mein Zimmer gezogen bin und Fensterbrett und Sideboard komplett ausgelastet sind.

Nach meiner Rückkehr wurde mein Zimmer also zu einem kleinen von mir sehr geliebten Dschungel umdekoriert. Vom Rest meiner Familie wurde diese Aktion schmunzelnd toleriert und zaghaft darauf hingewiesen, meine bunte Sammlung an außergewöhnlichen Gewächsen mit der Zeit mal zurechtzustutzen. Denn ja, die Monstera, nimmt langsam monströse Ausmaße an. Aber die schönen Fensterblätter abschneiden? Wie könnte ich? Da fängt mein Herz an zu bluten.

Schmaler Grad zwischen Oase und brutalem Krimi

Es ist ein wirklich außergewöhnliches Phänomen, aber wer selbst Pflanzen hat, sie hegt und pflegt, der weiß, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn ein neues Blatt zu sprießen beginnt oder eine neue Blüte aufgeht. Dann steht man da, ist ganz aufgeregt und gibt mit seinen außergewöhnlichen Gärtner-Fähigkeiten an. Dabei hat man die Blumen doch nur regelmäßig gegossen. Aber das Prädikat für einen verdammt guten grünen Daumen verleiht man sich dafür natürlich trotzdem selbst. Keine Frage.

Pflanzen machen wirklich glücklich. Und dafür muss man sie nicht mal rauchen. Anschauen und Großziehen reicht vollkommen. Wenn sie unter der eigenen Hand friedlich dahinwachsen, wird man nicht nur richtig stolz, sondern sonnt sich auch in dem Anblick der eigenen Oase in seinen vier Wänden.

Die Pflanzen dürfen nur nicht anfangen die Blätter hängen zu lassen, denn dann wird es zu einem brutalen Krimi für jeden Pflanzenliebhaber. Denn Wasser ist leider nicht die Universallösung für jedes grüne Leiden.

Falls Ihr selbst diesen Trend überhaupt nicht verstehen könnt: Kauft Euch einen grünen Topf-Mitbewohner und Ihr werdet es mit der Zeit verstehen, denn irgendwann schlägt die grüne Liebe ihre Wurzeln und lässt Euch nicht mehr los.

Charlotte hat sich vor einiger Zeit mit dem Thema Urban Gardening auseinandergesetzt. Sie hat angefangen im heimischen Garten Gemüse anzubauen und hat erste Tipps für Euch parat.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Kontrastprogramm auf Reisen
Kontrastprogramm auf Reisen
Kontrastprogramm auf Reisen
Bitte mehr Respekt, Leute!
Bitte mehr Respekt, Leute!
Bitte mehr Respekt, Leute!
Freunde treffen auf Parkplätzen
Freunde treffen auf Parkplätzen
Freunde treffen auf Parkplätzen
Lieber Pocahontas statt Prinzessin
Lieber Pocahontas statt Prinzessin
Lieber Pocahontas statt Prinzessin
Ab in die Natur von Montana
Ab in die Natur von Montana
Ab in die Natur von Montana

Kommentare