+
Bei einem Familientreffen in Berlin nahm sich Günter für seine Enkelin Johanna Zeit für ein Interview und für ein schönes Foto! Danke an Euch beiden!

Scenarios Serie

Die Jugend meines Opas

  • schließen

Oma und Opa kennen uns seit unserer Geburt, doch was wissen wir eigentlich über unsere Großeltern? In dieser Reihe fragen Jugendredakteure und Leser nach.

Glücklich ist, wer Oma und Opa hat. Wo Mama und Papa schon längst mit uns geschimpft hätten, drücken sie ein Auge zu. Sie hören uns zu, nehmen uns in den Arm und bei ihnen gibt’s oft Kaffee und Kuchen. Jederzeit können wir mit unseren Sorgen zu ihnen kommen: Sie wissen Rat, denn sie sind lebenserfahren. Jetzt sollen sie zu Wort kommen – hier bei Scenario. Unsere Jugendredakteure und Leser wollen wissen, wie „die Jugend ihrer Großeltern“ aussah. Heute befragt Praktikantin und Jugendredakteurin Johanna Dörner aus Haltern ihren 83-jährigen Opa Günter (auch „Nunni“ genannt). 

Johanna: Was war Dein Lieblingsplatz und wie hat er sich im Laufe der Jahre verändert? 

Günter: Mein Lieblingsplatz als Jugendlicher war der Fußballplatz in Müschenbach im Westerwald. Dort habe ich mit meinen Freunden im Verein gespielt und viele Lehrgänge besucht, bis ich 20 war. Später musste ich aus beruflichen Gründen ins Siegerland ziehen, wo ich dann auch deine Oma kennengelernt habe. Wir haben sehr viel zusammen unternommen und so wurde der Kindelsberg, der höchste Berg meines neuen Heimatortes mit Aussichtsturm und Restaurant, einer meiner neuen Lieblingsplätze. Übrigens ist der Turm auch auf dem Krombacher-Logo zu sehen.

LKW-Fahrer mit großem Gemüsegarten 

Johanna: Wie hast Du Dir das Erwachsenwerden vorgestellt? 

Günter: Ich wollte, wenn ich erwachsen bin, immer eine Familie gründen und Kinder bekommen. Außerdem war es mein Traum, in der Landwirtschaft zu arbeiten, was ich mir später nur im Kleinen erfüllen konnte – mit einem großen Gemüsegarten. Im Hauptberuf war ich LKW-Fahrer bei der Krombacher Brauerei. 

Johanna: Was war der schönste und was war der schlimmste Moment in Deinem Leben? 

Günter: Einer meiner schönsten Momente war die Hochzeit 1960 mit deiner Oma Maria und natürlich später jeder Moment mit ihr und meinen vier Kindern. Der schlimmste Moment in meinem Leben war, als ich Maria verloren habe. 

Johanna: Wer war Deine erste Liebe, und wie ist es gelaufen? 

Günter: Meine erste Liebe habe ich auf dem Bauernhof in Hachenburg kennengelernt. Sie hatte schwarze Haare und war bildhübsch. Sie hat Hauswirtschaft gelernt und ich habe in der Landwirtschaft gearbeitet. Es war zwar keine richtige Beziehung, doch wir verstanden uns gut und ich ging gerne zur Arbeit. Dann zog ich ins Siegerland und wir verloren uns aus den Augen. 

Johanna: Was wundert Dich an meiner Generation und hast Du Fragen an uns? 

Günter: An deiner Generation wundert mich, dass Ihr alle ein Smartphone habt und Euch so gut damit auskennt. Alles entwickelt sich so schnell weiter. Ich komme gar nicht mehr hinterher, das alles zu lernen. Doch zum Glück habe ich ja Euch, meine Familie, die mich immer unterstützt und der ich Fragen stellen kann, wenn ich mal nicht weiterweiß.

INFO: Hier – bei dieser schönen Reihe – dürfen Enkel und Großeltern mitmachen. Schreibt uns, wenn Ihr mit Eurer Oma oder Eurem Opa dabei sein wollt, einfach eine Mail und wir schicken Euch dann Informationen zu: scenario@ medienhaus-bauer.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Überfall auf "Fressnapf" in Marl: Polizei sucht nach diesem Täter
Überfall auf "Fressnapf" in Marl: Polizei sucht nach diesem Täter
30-Meter-Baum stürzt in Herten auf ein vorbeifahrendes Auto - eine Frage ist geklärt
30-Meter-Baum stürzt in Herten auf ein vorbeifahrendes Auto - eine Frage ist geklärt
Schwerer Unfall am Kommunalfriedhof in Herten mit zwei Verletzten
Schwerer Unfall am Kommunalfriedhof in Herten mit zwei Verletzten
Parken vor Wohnen West in Marl ist oft Glückssache
Parken vor Wohnen West in Marl ist oft Glückssache

Kommentare