+
Hier geht gerade ein Wunsch in Erfüllung: Ein Koala „umarmt“ Isabell.

Isabell in Australien

Kuscheln mit Koala und Co.

Teil 5 - Wenn ich schon in Australien bin, dann erfülle ich mir einen Traum: einmal einen Koala im Arm halten und ein Känguru streicheln… So dachte ich vor meiner Reise hierhin. Ich habe aber noch viel mehr erlebt…

Aber erst mal zum ersten Traum. Mit meinen Freunden Jordan, Celia, Linus, Marcus und Julie ging’s zum „Australia Zoo“. Der Zoo ist riesengroß, so groß, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen! Als Erstes haben wir uns Shows mit Ottern und Krokodilen angeschaut. Dann haben wir uns auch Dingos, Giraffen, Tiger und Schlangen angesehen. Aber worauf ich mich am meisten gefreut habe – Ihr ahnt es – war, endlich einen Koala aus der Nähe zu sehen und mich mit ihm fotografieren zu lassen.

Ich war überrascht: Auch wenn er groß und schwer aussieht, ist er sehr leicht. Aber: Er stinkt auch stark – trotzdem ist er natürlich extrem süß. Als wir den Koala auf den Arm genommen haben, hat er sich direkt an uns gekrallt und wir durften dann Fotos machen. Später haben wir dann auch Kängurus gestreichelt und sie gefüttert. Wir haben sogar Baby-Kängurus und Wallabys gesehen, die waren echt knuffig!

Es gibt aber noch mehr Wünsche, die ich mir in Australien erfüllen wollte. Ein Reiseziel, das ich mir bereits zu Hause in Recklinghausen ausgeguckt hatte, war Moreton Island. Ich habe unendlich viele Bilder gesehen und schöne Sachen gehört. Als ich dann dort war, war ich einfach unfassbar glücklich. Dieser Trip war von meiner Schule aus für uns „Internationals“ organisiert worden. Zusammen mit zwei Lehrern haben wir eine Fähre genommen und nach einer Stunde waren wir da. Ich konnte beim Aussteigen der Fähre meine Augen nicht von dem glasklaren Wasser lassen.

Das Wetter spielt bei Schnorcheltour nicht mit

Da wir eine Übernachtung einplanten, hatten wir Zeit, uns richtig umzusehen – und wir wollten schnorcheln gehen, denn das Wetter war wunderbar. Doch gerade, als wir losziehen wollten, fing es plötzlich an zu stürmen und es schüttete wie aus Kübeln. Trotzdem wollten die Taucher mit uns zum Schnorcheln rausfahren – das Wetter würde sich schnell beruhigen, sagten sie. Aber so richtig gut wurde es nicht mehr, es war stark bewölkt und ich war enttäuscht. Immerhin: Einen 1,5m großen Hai habe ich gesehen und einen regenbogenfarbigen Fisch. Später stand – bei besserem Wetter – noch was Tolles auf dem Programm: Delfine füttern. In der Nähe der Insel leben wilde Delfine, die nach Moreton Island kommen, um gefüttert zu werden. Sogar ein Delfin-Baby ließ sich blicken – wir waren alle total happy!

Am nächsten Tag haben wir noch eine Bootstour gebucht, wo wir Fische füttern konnten und Seekühe von nahem sehen konnten. Die sehen komisch aus und sind riesig! Als wir zurückfuhren, wurde mir klar, dass mein letzter Schultag als Austauschschülerin, als International, in greifbare Nähe rückte. Ein paar Wochen später wurde es an besagtem Tag dann natürlich noch sehr emotional. Danach ging es auch schon auf meinen letzten großen Trip mit der Organisation EQI, die für alle Internationals in Queensland verantwortlich ist. Wir sind von Brisbane nach Adelaide geflogen und haben dort einen Tag verbracht und uns die Stadt angeschaut. Anschließend haben wir einen Bus zu Coober Pedy genommen.

Wir waren eine Gruppe von 45 Leuten aus verschiedenen Ländern wie Norwegen, Deutschland, Italien und Chile. Coober Pedy ist fast wie eine Wüste, da es näher zum Outback ist. Wir haben uns Underground-Kirchen und -Häuser angeschaut. Es war so interessant zu sehen, wie Aborigines dort unter der Erde leben – als Highlight haben wir selbst unter der Erde geschlafen, da unser Hostel so aufgebaut war. Es war eine extrem tolle Erfahrung!

Am nächsten Tag haben wir den Bus genommen – nach Northern Territory. Da wir noch viel rumreisen wollten, haben wir auch leider viel Zeit im Bus verbringen müssen, was echt anstrengend war. Aber auf unserer Bus-Reise haben wir auch viel Schönes erlebt, am Petermann-Gebirge zum Beispiel haben wir die Nächte unter freiem Himmel verbracht. Noch nie habe ich so viele klare Sterne gesehen! Es war atemberaubend. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht und meine Freundin hatte ihre Ukulele dabei, wir haben wir alle zusammen Marshmallows gegrillt und Lieder gesungen.

Die nächsten Tage sind wir – wieder im Bus – zu verschiedenen National-Parks gefahren, einer davon war der Watarrka mit dem Kings Canyon mit seinen imposanten Felswänden. Die Natur ist einfach unbeschreiblich, aber – auch da gibt’s Haken – die vielen Insekten, die einem dauernd um den Körper schwirren, machen einem das Genießen schwer. Vor Erstaunen den Mund aufzumachen oder viel zu reden – keine gute Idee, außer, man isst gerne Insekten…

Berührende Erfahrung mit Sandsteinmonolith

Zum Abschluss der Reise haben wir den Uluru, den gewaltigen Sandsteinmonolith, gesehen und berührt – und auch ich war irgendwie berührt. Am nächsten Tag ging’s nach Alice Springs – zum Kamelreiten. Ich wusste gar nicht, dass es die in Australien gibt. Das hat mich richtig erstaunt! Außerdem haben wir Geschichten gehört wie Aborigines immer noch im Outback leben. Ein paar der Aborigines haben uns dann auch noch das Bumerangwerfen beigebracht – total witzig, weil es meiner Meinung nach viel leichter aussieht, als es in Wahrheit ist.

Isabell Wolinski (16, Recklinghausen) wird die nächsten zehn Monate in Australien verbringen. Statt auf die Schule in Recklinghausen wird sie in der Nähe von Brisbane auf die High School gehen. Isabell kommt in dieser Zeit bei einer Gastfamilie unter. Hier berichtet sie von ihren Abenteuern – sowohl inner- als auch außerhalb der Schule.

Dieser Trip war ein toller Abschluss meines wunderbaren Auslandsjahres, ich habe noch mehr Leute kenngelernt aus verschiedenen Ländern und meine Reiseziele sind erfüllt, fürs Erste nur natürlich…

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Rettungsaktion: Diese niedlichen Kätzchen steckten in fünf Metern Tiefe fest
Rettungsaktion: Diese niedlichen Kätzchen steckten in fünf Metern Tiefe fest
Marl: Neuer Glanz für das Shoppingcenter - Wiedereröffnung statt Leerstand
Marl: Neuer Glanz für das Shoppingcenter - Wiedereröffnung statt Leerstand
18-Jährige zu Boden gedrückt und an die Brust gefasst - zweiter Vorfall in kurzer Zeit
18-Jährige zu Boden gedrückt und an die Brust gefasst - zweiter Vorfall in kurzer Zeit
Grönland-Debakel - Trump über Dänemarks Reaktion: „So spricht man nicht mit den Vereinigten Staaten“
Grönland-Debakel - Trump über Dänemarks Reaktion: „So spricht man nicht mit den Vereinigten Staaten“
Fleisch könnte teurer werden - warum darunter Tier und Mensch leiden würden
Fleisch könnte teurer werden - warum darunter Tier und Mensch leiden würden

Kommentare