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Johanna ist stolz wie Oskar mit ihrem ersten Helix.

Johannas erstes Piercing

Bestechende Erfahrung

Wann, wo und wie soll ich es mir stechen lassen? Wie alt muss ich sein? Wie viel kostet es? Worauf muss ich achten? Und mit wie vielen Schmerzen ist es verbunden? Das sind die Fragen, die sich wohl die meisten Jugendlichen vor ihrem ersten Piercing stellen – auch ich habe mich das gefragt.

Die meisten Piercingstudios stechen Piercings ab 14 Jahren mit dem Einverständnis der Eltern. Doch es ist wichtig, das richtige Studio zu finden. Es sollte hygienisch sein, sollte den richtigen Schmuck verwenden, Ihr solltet Euch wohlfühlen, und am besten schaut Ihr nach Erfahrungen von anderen oder ob der Piercer Zertifikate besitzt. Man sollte sich mit der Wahl des Studios auf jeden Fall Zeit lassen.

Außerdem sind die Art des Stechens und das Material des Erstschmucks wichtig. Der erste Schmuck sollte auf jeden Fall aus Titan bestehen, da der Nickelanteil geringer als 0,05% ist, und es sollte gestochen oder wenn möglich gepuncht werden. Bei dieser Methode wird mit einer Art „Ausstecher“, der so groß ist wie der Durchmesser des Schmucks, ein kleiner Teil der Haut ausgestochen, damit der Schmuck hineinpasst. Punchen kann zwar etwas bluten, die Schmerzen sind aber nicht so stark, und es heilt im Vergleich zum Stechen viel schneller und besser ab. Bei einem Helix (siehe Bild) zum Beispiel dauert das Abheilen beim Punchen ungefähr acht Wochen.

Beim Stechen hingegen kann es sogar ein halbes Jahr dauern, und es ist wahrscheinlicher, dass Komplikationen auftreten. Was die Schmerzen angeht, ist das natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich, doch die meisten sagen danach, dass sie es sich schlimmer vorgestellt hätten.

Bei mir ist das erste Piercing noch gar nicht so lange her. Ich habe mir mit 14 einen Helix stechen lassen. Ich habe mir mit meiner Wahl des Piercingstudios auch viel Zeit gelassen und mich am Ende, nachdem ich mir alles habe zeigen lassen, für eines in meiner Nähe entschieden. Ich musste zuerst einen Fragebogen ausfüllen und wurde gefragt, ob ich genug gegessen und getrunken habe und ob ich Kreislaufprobleme hätte. Danach habe ich mich dazu entschieden, es punchen zu lassen, was dann am Ende etwas teurer war (55 Euro, inklusive Titanstecker).

Anzeichnen, punchen – und fertig!

Und dann ging es auch schon los. Ich musste aus Hygienegründen alleine in den Raum, und nachdem ich mir den Schmuck ausgesucht und der Piercer alles desinfiziert und sich einen Mundschutz und Handschuhe angezogen hatte, hat er mir einen Punkt angezeichnet. Als ich mit der Stelle zufrieden war, hat er dann angefangen mit dem Punchen. Die Schmerzen waren absolut auszuhalten, und es hat auch nicht besonders geblutet. Als ich dann fertig war, habe ich einen Zettel mit Dingen, die ich beachten muss, bekommen und außerdem ein kleines Fläschchen mit Desinfektionslösung, mit der ich mir zweimal täglich das Ohr säubern sollte.

Nach einer Woche sollte ich noch mal zur Kontrolle kommen. Bis jetzt habe ich überhaupt keine Probleme, und das Ganze ist auch schon gut verheilt. Übrigens: Als Nächstes lasse ich mir wahrscheinlich ein Nasenpiercing stechen...

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